Hier geht es um Independent-Musik
Genauer gesagt um Musik für Minderheitenmärkte bzw. Infos für
die Käuferschaft von unpopulärer Populärmusik (Britpop,
Indierock, Punk, Shoegazer,
C86, Twee, Postpunk,
Madchester). Unser Augenmerk liegt dabei eindeutig
auf der Independent-Idee, einer idealistischen Sichtweise die davon ausgeht,
daß sich kreative Selbstständigkeit niemals kommerziellen Erwägungen
unterwerfen sollte.
[mehr Infos zu unserer
Sichtweise & zum Thema Indie-Label]
Aktuelle Plattenkritiken im BandArchiv -> [08.09.2009]
Hier wieder einmal eine kurze Zusammenfassung in Sachen aktuelle Musik-Reviews und neue Band-Rezensionen auf den Seiten der PoprockUnion. Nicht alle Alben und CDs sind taufrisch, aber wir mußten unbedingt mal den Promo-Stapel aus den zurückliegenden Monaten abarbeiten.
Erfreulicherweise hat sich dabei eine bunte Mischung ergeben, so daß wir dieses Mal nicht nur Akustik-Acts besprechen mussten. Die letzte Singer-/Songwriter- Welle hat und hatte nämlich in unserer kleinen Musikredaktion eine folgenschwere Schreibblockade hinterlassen, so daß letztlich alles mal wieder am "Webmaster" hängengeblieben ist.
Nachfolgend unser Review- und Bandangebot für die nächsten Wochen und Monate:
Friedemann Weise, ein aufstrebender Allein- und Massenunterhalter mit Trash-Indie-Deutschrock-Ambitionen aus Köln hatte uns sein offizielles Albumdebüt geschickt. Es lag herum, dann ist es innerhalb der dunklen Schutzatmosphäre unseres CD-Players gereift, jetzt wurde es endlich für toll befunden.
Dominic Hislop ist Schotte und mit seiner Band The Hands Of The Wrong People bei Peapod Recordings (Portland, USA) unter Vertrag. Die Platte "Spring Flakes" wurde im Sommer auch in Europa veröffentlicht (sagt man) und liefert extrem eleganten Indie-Pop, leider ohne größere Tanzflächen-Ambitionen.
Mathew James White überzeugt uns auf seinem Singer-/Songwriter-Album "Acoustic Guitars & Ooh La La's" eher mit Ersterm als mit Letzterem. Der Song "Make it Click" hat Pop-Appeal und Mathew eine angenehm charismatische Stimme.
Die CD "Icebreaker" von Elephant aus Schweden erscheint noch im September und der Grunge-Liebhaber sollte sich den Termin in seinem persönlichen Musikkalender notieren. Hier wird virtuos auf dem Rücken des alten Grunge-Esels voltigiert.
Virtuos ist auch die Gitarrenarbeit von Haymo Doerk, der auf seinem Album "Moving Circles" mit eben dieser Gitarre, diverse Synthie- und Drumcomputer-Sequenzen begleitet. Doofe Funktionsmusik sagen wir, ein zeitgemäßer Nachfolger für Erocs "Wolkenreise" sagen andere, reine Geschmacksache sagt der diplomatische Musikliebhaber. Nicht mit uns, dann könnten wir den Laden ja gleich dicht machen.
Inwieweit Musik schonunglos dem Kritikerurteil unterworfen sein kann, beweist auch unser Review der EP "Empty Dishes" von Lucky Fish. Eine junge Band, mit jungem Plattenschrank und jungen Vorbildern im Niemandsland des musikalischen Benchmarkings.
Auf dem Berliner Indie-Label Solaris Empire ist in diesem Jahr das zweite reguläre Album der Label-Chefin
Kitty Solaris veröffentlich worden. "My Home Is My Disco" bewegt sich gekonnt geschmackvoll zwischen Indierock und Indiepop und hat hält sogar ein paar radiotaugliche Pop-Momente bereit.
Zu guter Letzt haben uns noch Flowerstreet Records aus München bzw. deren Band Elektrik Kezy Mezy gehörig das Trommelfell durchgestossen. Auf "ElektrICity" wird ge-glamt, ge-rockt, und ge-punkt-et, während die Verstärker ausnahmslos bei 11 am Anschlag stehen. Musik mit dem "extra push over the cliff".
Die entsprechende Rezi findet man unter folgenden Links im BandArchiv:
Friedmann Weise, The Hands Of The Wrong People, Mathew James White, Elephant, Haymo Doerk, Lucky Fish, Kitty Solaris, Elektrik Kezy Mezy

