Electronic sind mit ihren drei Alben aus den Jahren '91, '96 und '99 mittlerweile ein langjähriges Nebenprojekt von Bernard Sumner (New Order) und Johnny Marr (Ex-The Smiths, The The). Zeitweise mit von der Partie waren auch Neil Tennant von den Pet Shop Boys und Ex-Kraftwerker Karl Bartos. Nicht zuletzt durch Sumners Gesang klingen sie aber zumeist nur wie New Order mit Britpop-Ambitionen.

Und auch insgesamt wirkt alles etwas zu rund und abgeschliffen, so daß Electronic mit den Jahren immer mehr vom perfekten Popsong in Richtung belanglosen Popsong abdriften. [PoprockUnion 08/2000]

 

Bandmitglieder:  Bernard Sumner (vocals, synthesizer), Johnny Marr (guitar)

Musikstil:  Synthie-Pop, Britpop

Vergleichbare Bands:  New Order, Pet Shop Boys,


Ausgewählte Diskographie:

Electronic (LP, 1991) 
Raise The Pressure (LP, 1996)  
Twisted Tenderness (LP, 1999)  
Get The Message (Best-Of-LP, 2006)


Song-Empfehlungen:

1. Forbidden City
2. Getting Away With It
3. Get The Message
4. Feel Every Beat
5. Disappointed
6. For You
7. Vivid



  • Hurricane #1

    Zusammengefummelt aus Ride-Überresten, genauer gesagt dem Ex-Ride-Gitarristen Andy Bell, tischen Hurricane #1 Kurzlebiges anstelle von Kurzweiligem auf. Während man die Single-Auskopplungen durchweg noch als heiß bezeichnen kann, findet man auf den Alben durchweg nur noch kalten Kaffee.

     
  • Badly Drawn Boy

    Damon Gough, der Mann hinter Badly Drawn Boy trägt ständig eine Wollmütze welche ihm irgendwie eine mystische Aura verleiht. Anders ist es nicht zu erklären, denn er wirkt mit dieser Mütze so zerbrechlich und ehrlich, daß man ihm ungesehen einen Unfallwagen zum Neupreis abkaufen würde. Glücklicherweise verkauft der Badly Drawn Boy harmonisch-melancholische Popmusik, wie sie nur in England erfolgreich gemacht wird.

     
  • EMF

    EMF kamen zu jener Zeit (1991) als gerade der Madchester/Rave-Ausverkauf begann. Möglicherweise waren sie auch selber schon die Vorboten des Sell-Out, da sie wie eine gecastete Boyband wirkten. Trotzdem konnten sie ein paar große Charterfolge feiern und gerade der Überhit "Unbelievable" wird immer die Hymne des Rave-Musikphänomens bleiben.