Perfekter Indie-Pop mit teilweise recht bombastischen Arrangements für die Zeit und das damalige Umfeld. Mitte der 80er Jahre waren die Icicle Works musikalisch nämlich auf dem eher düster ausgerichteten Beggars Banquet-Label nicht ganz so gut aufgehoben. Aber diese Tatsache ändert ja nichts an der schönen Musik, besonders die Singles sind durchweg kleine Meilensteine, sondern ist vielleicht nur der Grund für den mageren kommerziellen Erfolg der Icicle Works.

Später begann Sänger/Songwriter Ian McNabb dann eine Solokarriere, wobei er sich dabei musikalisch immer mehr in Richtung Folk-Rock bewegte.

[PoprockUnion 12/2000]

 

Bandmitglieder:  Ian McNabb (vocals, guitars), Chris Layhe (bass), Chris Sharrock (drums), Dave Green (keyboards)

Musikstil:  Indie-Pop, Gitarrenpop

Vergleichbare Bands:  Echo & The Bunnymen , Big Country , The Chameleons, The Pale Fountains, The Frank And Walters, My Life Story


Ausgewählte Diskographie:

The Icicle Works (LP, 1984) 
Small Price Of A Bicycle (LP, 1985)  
If You Want To Defeat Your Enemy Sing His Song (LP, 1987)  
Blind (LP, 1988)  
Permanent Damage (LP, 1990)


Song-Empfehlungen:

1. Birds fly (whisper to a scream)
2. Hollow Horse
3. Love is a wonderful colour
4. When it all comes down
5. Understanding Jane
6. Evangeline
7. Up Here In The North Of England
8. High Time


  • And Also The Trees

    Eine zeitlose Band bzw. auch eine Band mit wenig Zeitgefühl, denn normalerweise müßten sich And Also The Trees schon längst aufgelöst haben. Es gibt nämlich nicht viele Bands die seit mehr als 25 Jahren relativ erfolglos Musik machen. Die düster-romantischen Klangwände von AATT lassen dabei erahnen, daß sich die Fangemeinde vor allem aus dem Gothic-Lager rekrutieren dürfte. Auf den großen Durchbruch müssen Fans und Band also noch ein paar Jahrzehnte warten.

     
  • A

    Sie klingen nicht wie eine typische Rockband von der Insel, es sei denn man will die zahlreichen Britpop-Bands unbedingt mit Vergleichen zu Terrorvision, frühen Manic Street Preachers oder Reef umschiffen.  Nein, auf ihrem 1999er Album "A vs. Monkey Kong" klingen sie eher nach Everclear, Lit oder Goldfinger. Kurzum, Pop-Punk mit kurzem Verfallsdatum.

     
  • Air

    Zugegeben, hier schlägt das Poprock-Pendel weit in Richtung des Pop aus. Leichte Synthesizer-Melodien, -Flächen, -Chöre, Vocoder, unaufdringliche Jazz-Elemente, zarter Gesang von ausgeliehenen Sängerinnen. Alles in allem, sehr unaufdringlich und der Erfolg des Albums "Moon Safari" beweist wie wenig Leute ihre musikalische Prägung von einem Fahrstuhl erhalten haben. Ansonsten würde ihnen nämlich diese Musik zum Hals raushängen.