Seit ihren Anfängen entfernen sich Idlewild stetig von ihren rohen Punk-Ursprüngen. Mittlerweile sind die Schotten bei Poprock bzw. Powerpop der intelligenteren Machart angelangt und da scheinen sie auch sehr gut aufgehoben zu sein. Große Hymnen schütteln sie mit einer Leichtigkeit aus dem scheinbar reichhaltig gefüllten Hut, ohne jemals zu sehr in Richtung Kitsch abzudriften.

Eine Gratwanderung, bislang jedoch eine sehr vortreffliche, aber immer mit der latenten Gefahr behaftet irgendwann wie die späten REM zu klingen.

[PoprockUnion 09/2004]

 

Bandmitglieder:  Roddy Woomble (vocals), Rod Jones (guitar), Allan Stewart (guitar), Gavin Fox (bass), Colin Newton (drums)

Musikstil:  Indie-Rock, Punk-Rock

Vergleichbare Bands:  Ballboy, REM, Pixies, Snow Patrol, Kent , Razorlight


Ausgewählte Diskographie:

Hope Is Important (LP, 1998) 
100 Broken Windows (LP, 1999)  
The Remote Part (LP, 2002)  
Warnings/Promises (LP, 2005)  
Make Another World (LP, 2007)  
Post Electric Blues (LP, 2009)


Song-Empfehlungen:

1. Roseability
2. American English
3. These wooden ideas
4. When I Argue I See Shapes
5. You Held The World In Your Arms
6. Little Discourage
7. Love Steals Us From Loneliness
8. If It Takes You Home


  • Pardon Ms. Arden

    Passend zum gefühlten Sommeranfang und gewissermaßen als melodiegeladenen Ostergruß, schickte uns Bastian Hager von I Hate Music Records das Albumdebüt von Pardon Ms. Arden. Das Erstlingswerk dieser jungen Münchner Band heißt "I Bet You're Pardon Ms. Arden" und erscheint im April 2007. Der ausführliche und blumig-wortgewaltige Infobrief der Plattenfirma sagt über diese Band, daß man diese drei Musiker ungestraft in die große Schublade mit bzw. zwischen Oasis und Mando Diao stecken darf.

     
  • Eels

    Zu Beginn ihrer Karriere machte Ober-Aal "E" mit seinen Eels einen feinen, ruhigen Gitarren-Pop. Danach wurde es poppig-bedrückend, später etwas niedlich-sarkastisch und dann krautrockig. Insgesamt ist Mastermind "E" also ein recht vielseitiger Kautz, der es immer versteht seine momentane Gefühlslage in den Songs widerzuspiegeln. Deshalb muß man die Eels eher als Gesamtkunstwerk betrachten und mögen, ansonsten wird einem diese musikalische Selbsthypnose insgesamt verschroben und richtungslos vorkommen.

     
  • Razorlight

    Komisch, in der Vergangenheit haben wir ja gerne mal die Band Razorlight als Vergleich herangezogen, scheinbar ist aber niemandem die fehlende Bandinfo aufgefallen. Na ja, möglicherweise fehlen hier einfach zu viele wichtige Künstler, so daß selbst die Redaktion den Überblick verloren hat.