Knackig-nüchterne Post-Punk-Arrangements, verwoben mit düster-atmosphärischen Keyboard-Flächen und einem emotionslos-eindringlichen Gesang, das waren die Markenzeichen von Joy Division, einer Band die erst nach dem Selbstmord von Sänger Ian Curtis (18.05.1980) zur Legende wurde.

Deshalb muß man, ähnlich wie bei Nirvana, auch nicht direkt bei Nennung des Namens Joy Division vor blinder Erfurcht erstarren, denn einen Großteil von Ruhm und Einfluss schulden Joy Division nun einmal dieser perfekten Symbiose von Todessehnsucht ihres Sängers und der bedrückenden Stimmung in ihren Songs.

[PoprockUnion 05/2000]

 

Bandmitglieder: Ian Curtis † (vocals), Bernard Sumner (guitar), Peter Hook (bass), Stephen Morris (drums)

Musikstil:  Postpunk, New Wave, Gothic-Rock

Vergleichbare Bands:  Bauhaus , Gang Of Four , The Cure, Echo & The Bunnymen, B-Movie, New Order, Interpol


Ausgewählte Diskographie:

Unknown Pleasures (LP, 1979) 
Closer (LP, 1980)  
Substance 1977-1980 (LP, 1988)  
The Best Of (LP, 2008)


Song-Empfehlungen:

1. Love will tear us apart
2. Atmosphere
3. She's lost control
4. Shadowplay
5. Digital
6. Transmission




  • Doves

    Die englische Musikpresse ist ja dafür bekannt, daß man gerne mal bislang relativ unbekannte Künstler über den grünen Klee lobt um einen neuen Hype loszutreten. So geschehen auch mit den Doves aus Manchester und ihrem Album "The Last Broadcast", allerdings nicht zu Unrecht, denn hierbei handelt es sich wirklich um eine tolle Platte die sich nach mehrmaligem Hören erst so richtig entfaltet. Außerdem haben die Doves mit den Song "Pounding" den schönsten Indie-Konsens-Tanzfächenfüller des Jahres 2002 abgeliefert, was sie in Zukunft für noch größere Aufgaben qualifizieren dürfte.

     
  • Audioweb

    Audioweb eine Band aus Manchester die versuchte mit Dancehall und Reggae-Einflüssen den damaligen Britpop-Trend zu bereichern. Vergebens, wie wir heute wissen. Ihr größter Chart-Erfolg war die Cover-Version von Bankrobber (The Clash).

     
  • The Ordinary Boys

    Nachdem The Ordinary Boys auf ihrem Debut-Album "Over the Counter Culture" noch sehr Jam-lastig daher kamen (Maybe Someday , Talk Talk Talk , Week in, Week out), schlagen sie auf "Brassbound" ein wenig mehr die White-Ska -Richtung ein. Kurz gesagt, bei einigen Songs haben offensichtlich Madness und Specials Pate gestanden, was keine schlechte Verwandtschaft ist. Diese Entwicklung vollzog sich auch nicht ganz unvermittelt, da die Ordinary Boys bereits für ihr erstes Album die Cover-Version von "Little Bitch" ( The Specials ) aufnahmen.