Industrial

Industrial Musik Gruppen in unserem Bandarchiv. Die Methoden und musikalische Herangehensweise im Industrial waren oft interessanter als die Musik selbst. Es wurde Fieldrecording genutzt, performative Elemente eingebracht und alternative Aufnahmetechniken erforscht. Musikalisch ist Industrial als radikaler Bruch mit allem bisher Dagewesenen zu verstehen. Musikalische Merkmale von Industrial sind elektronisch, verzerrte Grundrhythmen, Geräuschcollagen und später auch Samples, was ingesamt eine bedrohliche Atmosphäre in der Musik schaffte. Diese Atmosphäre spiegelt die trostlose Situation in den heruntergekommen englischen Industriestädten der frühen 80er-Jahre wider und verlieh diesen einen musikalischen Ausdruck.
  • Idlewild

    Seit ihren Anfängen entfernen sich Idlewild stetig von ihren rohen Punk-Ursprüngen. Mittlerweile sind die Schotten bei Poprock bzw. Powerpop der intelligenteren Machart angelangt und da scheinen sie auch sehr gut aufgehoben zu sein. Große Hymnen schütteln sie mit einer Leichtigkeit aus dem scheinbar reichhaltig gefüllten Hut, ohne jemals zu sehr in Richtung Kitsch abzudriften.

     
  • Inspiral Carpets

    Eine der wenigen Bands die auch nach dem Madchester-Rave-Hype noch zahlreiche Hitsingles in den britischen Charts plazieren konnte. Warum? Natürlich weil die Inspiral Carpets durch Clint Boon einen unverwechselbaren Orgelsound hatten (60s-Farfisa-Garage-Rock, oder kurz Schweineorgel), durch düster-melancholische Singles rechtzeitig der Tanzfläche den Rücken kehrten, eine Menge "Cool as fuck!"-Shirts verkauften und später auch vor eingängigen Pophymnen nicht zurückschreckten.

     
  • Evan Dando

    Evan Dando, ehemals Sänger und Songwriter der Lemonheads ist neuerdings als Solo-Künstler unterwegs. Musikalisch hat sich aber nicht so viel getan, denn auf "Baby I'm Bored" regiert melancholischer Folk-Pop. Wer also die Lemonheads mag, der wird auch hiermit glücklich, alle anderen werden sich ein leichtes Gähnen nicht verkneifen können.