Industrial

Industrial Musik Gruppen in unserem Bandarchiv. Die Methoden und musikalische Herangehensweise im Industrial waren oft interessanter als die Musik selbst. Es wurde Fieldrecording genutzt, performative Elemente eingebracht und alternative Aufnahmetechniken erforscht. Musikalisch ist Industrial als radikaler Bruch mit allem bisher Dagewesenen zu verstehen. Musikalische Merkmale von Industrial sind elektronisch, verzerrte Grundrhythmen, Geräuschcollagen und später auch Samples, was ingesamt eine bedrohliche Atmosphäre in der Musik schaffte. Diese Atmosphäre spiegelt die trostlose Situation in den heruntergekommen englischen Industriestädten der frühen 80er-Jahre wider und verlieh diesen einen musikalischen Ausdruck.
  • Oasis

    Wie kann man Oasis nicht für die beste Band der Welt halten, fragen die Fans. Wie kann man nur so arrogant sein, fragen die anderen. Ja, Oasis sind arrogant, geben Konzerte, bei denen man von vornherein weiß, dass sie schlecht sein werden und nur hoffen kann, dass Sänger Liam das Konzert nicht auch noch vorzeitig abbricht. Aber, verdammt, sie haben diese zwei ersten Alben - "Definitely Maybe" und "(What's The Story) Morning Glory" - vollbracht, möchte man sagen. Und damit sind sie in die Musikgeschichte eingegangen. Die meisten B-Seiten aus dieser Zeit sind um Längen besser, als vieles, was auf den letzten vier Alben gelandet ist (z. B. Talk Tonight, Aquiesce, The Masterplan, um nur drei zu nennen.)

     
  • Kraftwerk

    Kraftwerk schufen im Wesentlichen die klangliche Blaupause, aus der die britische New Romantic-Bewegung der 80er-Jahre und der spätere Techno-Pop seine Inspiration und Innovation herauszog. Und Kraftwerk lieferten obendrein mit der harten Drumcomputer-Rhythmik alle notwendigen Grundstrukturen für einen Großteil des Hip-Hop.

     
  • Mew

    Mew aus Dänemark hatten schon mehrere Alben aufgenommen, bevor sie im Jahre 2003 mit ihrem Album Frengers einen etwas härteren Sound anschlugen. Zuvor gerieten alle ihre Songs für meinen Geschmack etwas zu seicht, kitschig bzw. auch schwülstig, zumal die Stimme von Sänger (!) Jonas Bjerre keinerlei Anzeichen von überstandenem Stimmbruch aufzeigt. Gut, stimmlich hat sich zwar auch auf Frengers nicht viel getan, aber der Gitarren-Sound wurde insgesamt etwas härter und die Rhythmen sperriger.