Der Name klingt nach einer Band aus dem Vereinten Königreich, so wie Kent beispielsweise, aber bei genauerem Hinhören kommt einem der Akzent der Sängerin irgendwie spanisch vor. Und tatsächlich, Dover sind Spanier, wurden 1992 gegründet, singen zumeist auf Englisch und können glücklicherweise nicht mit den Heroes del Silencio verglichen werden.

Aber noch nicht genug des Lobes, denn Dover sind auch musikalisch durchaus vielseitig und ansprechend. So vermischen sie Indie-Gitarrenpop mit Punk und teilweise sogar recht hartem Metal, wobei die Stimme der Sängerin Cristina Llanos immer ein schönes melodisches Gegengewicht bildet. Ansonsten bleibt nicht viel zu sagen, außer vielleicht, daß Dover in Spanien Allgemeingut sind und man sich solche Werte auch mal für die deutschen Charts wünschen würde.


[PoprockUnion 04/2005]

Bandmitglieder: Amparo Llanos (guitar), Cristina Llanos (vocals, guitar), Álvaro Díez (bass),  Jesús Antúnez (drums)
    
Musikstil: Punk, Power-Pop, Metal

Vergleichbare Bands: A, Monster Magnet, Belly, The Wannadies, Helmet

Ausgewählte Diskographie:

Devil Came To Me (LP, 1997)
Late At Night (LP, 1999)
I Was Dead For 7 Weeks In The City Of Angels (LP, 2001)
The Flame (LP, 2003)
Follow The City Lights (LP, 2006)
    
Song-Empfehlungen:

1. Far
2. King George
3. DJ
4. Better Day
5. Big Mistake
6. Flashback

  • Filter

    So richtig brettharten Industrial-Rock haben Filter eigentlich noch nie gemacht, aber hart sind sie trotzdem, besonders weil Mastermind Richard Patrick mit seiner Stimme so wunderbar im Kreissägenbereich herummoduliert. Daraufhin dürfte bestimmt schon so mancher Milchzahn zu staub zerfallen sein. Natürlich schlägt er manchmal auch sanftere Töne an und prompt springt dabei der ein oder andere Mainstream-Hit heraus, wie die Single "Take a picture" beweist.

     
  • Crack Ov Dawn

    Eigentlich nicht ganz unser Metier, aber wenn schon mal eine Promo-CD direkt aus Frankreich in den Briefkasten flattert, dann sollte man diesen Umstand auch gebührend zelebrieren. Die Band zur CD heißt Crack Ov Dawn, wurde bereits im Jahre 2002 in Paris gegründet und hat nach "Dawn Addict" (2004) jetzt das Album "White Line" (07/2006) veröffentlicht. Interessanterweise tragen die Band-Mitglieder solch fabulöse Namen wie Sexy Sadie, Britney Beach, Mallaury Murder, Xander Xanax, Spicy Sky und Vinnie Valentine, wobei letzterer die Band schon wieder verlassen hat, möglicherweise weil sein Name dann doch etwas bieder geklungen hat.

     
  • A

    Sie klingen nicht wie eine typische Rockband von der Insel, es sei denn man will die zahlreichen Britpop-Bands unbedingt mit Vergleichen zu Terrorvision, frühen Manic Street Preachers oder Reef umschiffen.  Nein, auf ihrem 1999er Album "A vs. Monkey Kong" klingen sie eher nach Everclear, Lit oder Goldfinger. Kurzum, Pop-Punk mit kurzem Verfallsdatum.