Einen wunderschön romantischen Britpop machen Eskobar und dieser Vergleich muß als Lob verstanden werden, denn Eskobar kommen aus Schweden. Schwedenpop wäre hier aber die völlig falsche Fährte, da Eskobar weder mit Abba, noch mit Roxette verglichen werden sollten. Eskobar sind nämlich keineswegs Mainstream, aber aufpassen müssen sie trotzdem. Denn wenn sie den Weg den sie mit ihrem 2. Album "There's only now" eingeschlagen haben konsequent weitergehen, dann wird sich dieser Albumtitel als selbsterfüllende Prophezeiung erweisen.

Man muß nämlich einen extrem großen Kuchen gebacken haben, wenn man so viele Sahnegarnierungen und Schokoverzierungen ungestraft auftragen darf wie Eskobar es tun. Während das Debütalbum "Til We're Dead" noch sehr langsam und akustisch ausfiel, sind auf "There's Only Now" gleich eine Vielzahl an Radio-Hits mit elektronischem Pop-Schnickschnack. Ein süß-romantisches Duett mit Heather Nova inklusive.

[PoprockUnion 12/2004]

 

Bandmitglieder:  Daniel Bellqvist (vocals), Frederik Zäll (guitar), Robert Birning (drums)

Musikstil:  Britpop

Vergleichbare Bands:  Thirteen Senses, Saybia, Haven , Embrace , Miles


Ausgewählte Diskographie:

Til We're Dead (LP, 1998) 
There's Only Now (LP, 1999)

Song-Empfehlungen:

1. Tumbling down
2. On the ground
3. Love strikes
4. On A Train





  • Gene Loves Jezebel

    Gothic-Rock-Formation um die Zwillingsbrüder Jay und Michael Aston. In den 80er Jahren waren Gene Loves Jezebel immer auf den vordersten Plätzen der englischen Indie-Charts zu finden, da sie mit den anderen Bands auf Situation Two/Beggars Banquet auch in das passende Label-Umfeld eingebettet waren. Insgesamt zwar atmosphärisch dicht, aber nicht unbedingt so düster wie beispielsweise die Fields Of The Nephilim.

     
  • Future Sound Of London

    Wie der Name schon verrät, sind FSOL ein zukunftsweisendes musikalisches Projekt aus Großbritannien. Mit Samplern und allerhand anderen elektronischen Gerätschaften erschaffen Gary Cobain und Brian Dougans auf ihren Konzeptalben sehr komplexe Klangwelten, die eigentlich nur im Gesamtzusammenhang zu würdigen sind - also keine Aneinanderreihung von potentiellen Clubhits darstellen. Nein, hier regiert vor allem Subtilität und Fingerspitzengefühl und etwaige Chart-Hits müssen eher als Zufallsprodukte gewertet werden.

     
  • Audioslave

    Statistisch gesehen handelt es sich hierbei um drei Teile von "Rage Against The Machine", gepaart mit einem Teil von Soundgarden. Wer nun erwartet, daß die Musik ebenfalls im Verhältnis 3:1 zugunsten von Rage Against The Machine ausfällt, der dürfte vielleicht enttäuscht sein. Eindeutig 3:1 für Soundgarden bzw. Chris Cornell - und das Fleißkärtchen bekommt Rick Rubin, der durch seine Produktion mit Sicherheit zum Erfolg des Debüt-Albums beigetragen hat.