1994 noch als die Reinkarnation der Smiths gefeiert, was aber vornehmlich auf den Vergleich Rossiter=Morrissey zurückzuführen war, konnten Gene im Verlauf der letzten Jahre die englische Presse nur noch schwer begeistern. Dabei haben sie nicht einmal einen besonders großen Fehler gemacht, sondern immer sehr schöne und zeitlose Poprock-Perlen abgeliefert, wovon man sich auch auf dem Best-Of-Album von 2001 überzeugen kann und sollte.

Selbst ihre Abschiedssingle "Let me move on" hat noch genug Potential um sich mit den gefeierten Hitsingles von Keane messen zu können. Leider nicht in den Zeitgeist-Charts, aber so ergeht es den ehemaligen "Rettern des britischen Pop", hier die von 1995, ja eigentlich immer... [PoprockUnion 08/2001]

 

Bandmitglieder:  Steve Mason (guitar), Martin Rossiter (vocals), Kevin Miles (bass), Matt James (drums)

Musikstil:  Britpop, Gitarrenpop

Vergleichbare Bands:  The Smiths, Morrissey, Suede, Shed Seven, Embrace


Ausgewählte Diskographie:

Olympian (LP, 1995) 
To See The Lights (LP, 1996)  
Drawn To The Deep End (LP, 1997)  
Revelations (LP, 1999)  
Rising For Sunset (LP, 2000)  
Libertine (LP, 2001)


Song-Empfehlungen:

1. As good as it gets
2. Where are they now?
3. Olympian
4. For The Dead
5. Haunted By You
6. Fighting Fit
7. As Good As It Gets



  • Fans Of Kate

    Man darf aufatmen, denn bei den Fans Of Kate handelt es sich weder um weitere Ex-Freunde von Kate Moss, noch um angegraute Kunst-Pop-Liebhaber mit Ambitionen zur Kate Bush-Huldigung. Vielmehr sind die FoK eine aufstrebende Londoner-Band, die mit ihrer gleichnamigen EP "Fans of Kate" schon gegen Ende des Jahres 2004 für Begeisterung sorgte.

     
  • The Ordinary Boys

    Nachdem The Ordinary Boys auf ihrem Debut-Album "Over the Counter Culture" noch sehr Jam-lastig daher kamen (Maybe Someday , Talk Talk Talk , Week in, Week out), schlagen sie auf "Brassbound" ein wenig mehr die White-Ska -Richtung ein. Kurz gesagt, bei einigen Songs haben offensichtlich Madness und Specials Pate gestanden, was keine schlechte Verwandtschaft ist. Diese Entwicklung vollzog sich auch nicht ganz unvermittelt, da die Ordinary Boys bereits für ihr erstes Album die Cover-Version von "Little Bitch" ( The Specials ) aufnahmen.

     
  • Baxendale

    Baxendale, benannt nach einem britischen Comic-Zeichner aus den 50er Jahren, was bei der Charakterisierung aber gar nicht weiterhilft, haben mit Subtilität nicht viel am Hut. Nein, die Synthies werden angeschmissen und dann wird gnadenlos losgebrettert, als hätte es die Pet Shop Boys nie gegeben. Eigentlich total kitschig, aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß der ganze Klamauk nicht unbedingt komplett ernst genommen werden sollte, was wiederum sympathisch ist.