Gothic-Rock-Formation um die Zwillingsbrüder Jay und Michael Aston. In den 80er Jahren waren Gene Loves Jezebel immer auf den vordersten Plätzen der englischen Indie-Charts zu finden, da sie mit den anderen Bands auf Situation Two/Beggars Banquet auch in das passende Label-Umfeld eingebettet waren. Insgesamt zwar atmosphärisch dicht, aber nicht unbedingt so düster wie beispielsweise die Fields Of The Nephilim.

Die Band ist immernoch aktiv, derzeit aber durch Zwillingszwist in zwei gleichnamige Gene Loves Jezebels zerfallen. Die Bands sind dabei durch den jeweiligen Zwillingsbruder (Michael bzw. Jay Aston) zu unterscheiden, wobei sich die eine Bandausprägung vornehmlich in Amerika aufhält und die andere zumeist Großbritannien und Europa beackert.

[PoprockUnion 12/2002]


Bandmitglieder:  Jay Aston (vocals), Michael Aston (guitar, bass), Ian Hudson (guitar, bass), Dick Hawkins (drums)

Musikstil:  Gothic-Rock, Cold Wave

Vergleichbare Bands:  The Southern Death Cult, Love and Rockets, The Lords of the New Church, 1000 Mexicans , B.Movie


Ausgewählte Diskographie:

Immigrant (LP, 1985) 
Discover (LP, 1986)  
The House Of Dolls (LP, 1988)  
Kiss Of Life (LP, 1990)  
Heavenly Bodies (LP, 1993)


Song-Empfehlungen:

1. Desire (Come And Get It)
2. The Motion Of Love
3. Josephina
4. Suspicion
5. Jealous
6. Cow
7. Who Wants To Go To Heaven




  • Kingmaker

    Zwischen Alternative-Rock und Indie-Pop bewegten sich Kingmaker aus England, eine Band für die musikalisch richtungslose Zwischenzeit. Genauer gesagt, für die Zeit nach dem Rave- und vor dem Britpop-Hype. Überbrückungsmusik, die damals vom NME als "New Cool Rock" bezeichnet und als nächstes großes Ding propagiert wurde. Daraus wurde nicht viel und auch die vormals umjubelten Kingmaker fielen schnell in der Kritikergunst. Trotzdem zu schade um sie komplett zu vergessen.

     
  • The Dead 60s

    Wer denkt, daß Franz Ferdinand, Bloc Party, die Kaiser Chiefs, Maximo Park oder auch die Futureheads toll sind aber ein paar Ska/Dub-Einflüsse vertragen könnten, für den haben die Dead 60s aus Liverpool diese Marktlücke erkannt und sogleich auch vortrefflich ausgefüllt. Ihr Debut-Album wurde in England schon vor der Veröffentlichung gefeiert. Das bedeutet im Klartext, die Dead 60s werden oder sind das nächste große Ding, mitunter vielleicht sogar die Vorreiter eines Ska/Reggae-Revivals.

     
  • Carpark North

    Eine dänische Band, die den Sprung ins Ausland schafft. Vielleicht auch nicht. Carpark North möchten es gern allen recht machen: Pop, Elektro und Rock wird da wild durcheinander gemischt. Und genau das ist ihr Problem. Auf ihrem Auslanddebüt, passenderweise "All Things To All People" betitelt, klingt manches so unglaublich gut. Und zwar die Lieder, die nicht zwanghaft alle Richtungen verbinden. In gut der Hälfte allerdings werden atmosphärische Strophen durch unpassende bis disharmonische Refrains zerstört, die klingen, als wäre den Jungs nach der Strophe nichts mehr eingefallen.