Gut, die Stimme von Andrew Montgomery mag so manchem Sammler von teurem Bleikristall den Schweiß auf die Stirn treiben, aber die dürften hier sowieso unterrepräsentiert sein. Geneva wurden 1993 im schottischen Aberdeen gegründet und konnten im Jahre 1997 mit ein paar Singles in die Randbereiche der UK Top 40 vordringen.

Trotz des stimmlich hohen Wiedererkennungswertes gelang es Geneva jedoch nicht mit ihrem 2. Album "Weather Underground" (2000) die früheren Erfolge auszubauen. Das Ende des Nude-Labels (Suede, Astrid, Black Box Recorder, Lowgold) war dann auch das Ende von Geneva und ihrem melancholischen Gitarrenpop. Danach gründete Andrew Montgomery die Band "Amityville".

[PoprockUnion 12/2000]

 

Bandmitglieder:  Andrew Montgomery (vocals), Steven Dora (guitar), Stuart Evans (guitar), Keith Graham (bass), Douglas Caskie (drums)

Musikstil:  Britpop, Indie-Rock

Vergleichbare Bands:  Longpigs, My Life Story, JJ72, Gene, Suede, Rialto


Ausgewählte Diskographie:

Further (LP, 1997) 
Weather Underground (LP, 2000)


Song-Empfehlungen:

1. If you have to go
2. Tranquilizer
3. Killing Stars
4. No One Speaks
5. Into The Blue
6. Best Regrets
7. Dollars In The Heavens



  • Voxtrot

    Während hier in Europa am Ende des Jahres 2005 noch das spätsiebziger Postpunk-Recycling den Indie-Musik-Markt bestimmt, hat man andernorts schon alternative und nachfolgende Trends im Auge. Ein tolles Beispiel hierfür sind Voxtrot aus Austin in Texas. Mit ihrer EP "Raised by Wolves" hat diese unbekannte US-Band insgesamt fünf Hit-Singles vorgelegt, die auch bei Sarah Records (1987-95) gut aufgehoben wären.

     
  • The Subways

    "Young For Eternity", das Debüt der Subways ist eines dieser Alben, das man einmal hört und dann sofort mitrockt. Frischer Rock, so wie es einst Ash mit "1977" geschafft haben, die Vines mit "Highly Evolved" oder Mando Diao mit "Hurricane Bar". Musik, die andererseits vielleicht zu simpel gestrickt ist. Zu schnell verfällt. Trotzdem holten sie sich damit eine der Kronen für die Newcomerband des Jahres 2005.

     
  • Lit

    1999 waren Lit in Amerika ziemlich angesagt und dieser Erfolg brachte sie mit einiger Verzögerung auch nach Deutschland. Lustige Videos mit Pamela Anderson und Dee Synder von Twisted Sister wurden gedreht und Lit hatten mit dem Poppunk-Album "A place in the sun" eben diesen für sich gepachtet. Und gepachtet trifft es dann auch ganz gut, denn danach ging es stetig abwärts, was in uns aber eine ähnliche Verwunderung auslöst wie der überraschende Erfolg von damals.