Gut, die Stimme von Andrew Montgomery mag so manchem Sammler von teurem Bleikristall den Schweiß auf die Stirn treiben, aber die dürften hier sowieso unterrepräsentiert sein. Geneva wurden 1993 im schottischen Aberdeen gegründet und konnten im Jahre 1997 mit ein paar Singles in die Randbereiche der UK Top 40 vordringen.

Trotz des stimmlich hohen Wiedererkennungswertes gelang es Geneva jedoch nicht mit ihrem 2. Album "Weather Underground" (2000) die früheren Erfolge auszubauen. Das Ende des Nude-Labels (Suede, Astrid, Black Box Recorder, Lowgold) war dann auch das Ende von Geneva und ihrem melancholischen Gitarrenpop. Danach gründete Andrew Montgomery die Band "Amityville".

[PoprockUnion 12/2000]

 

Bandmitglieder:  Andrew Montgomery (vocals), Steven Dora (guitar), Stuart Evans (guitar), Keith Graham (bass), Douglas Caskie (drums)

Musikstil:  Britpop, Indie-Rock

Vergleichbare Bands:  Longpigs, My Life Story, JJ72, Gene, Suede, Rialto


Ausgewählte Diskographie:

Further (LP, 1997) 
Weather Underground (LP, 2000)


Song-Empfehlungen:

1. If you have to go
2. Tranquilizer
3. Killing Stars
4. No One Speaks
5. Into The Blue
6. Best Regrets
7. Dollars In The Heavens



  • Big Country

    In einer gerechten Welt hätten die großartigen Musiker von Big Country mehr Anerkennung für ihre Musik bekommen. Aber was soll man sich beklagen, denn es gibt ja tausende von guten Bands die noch viel schlechter dran sind. Manche hatten nie einen Charterfolg und eine wachsende Anzahl wird niemals einen Charterfolg haben, bei dem sich exponentiell vermehrenden Dreck der allerorts aus den Lautsprechern quillt. Vielleicht führt das jetzt auch zu weit, denn man kann ja auch einfach von Big Country sehr günstig "The Crossing" (1983) oder auch "Steeltown" (1984) erwerben. Danach sieht man klarer.

     
  • Dodgy

    Unbekümmerter Britpop welcher erst bei Sonne und warmen Temperaturen seine volle Durchschlagskraft entfaltet. Kurzum, Dodgy in ihrer ursprünglichen Form waren eine Gutwetterband und wer ein durchgängig schönes Gutwetteralbum sucht, dem kann ich nur "Homegrown" von 1994 empfehlen.

     
  • Hot Hot Heat

    Nachdem die Kanadier von Hot Hot Heat mit der tollen Single "Bandages" und dem Album "Make Up The Breakdown" (2003) schlagartig bekannt geworden sind, nöhlt Frontmann Steve Bays einem 2005 mit dem Album "Elevator" einen ganzen Stapel Nachfolgehits in die Ohren. Gut für die Indie-Tanzfläche und durchaus gelungen, genauso wie der Vorgänger, aber auf Albumlänge überfordert mich der hysterische Gesang, gepaart mit der hektischen Rhythmik, doch ein wenig.