Deutscher Indie-Pop-Rock mit einer schönen Verschrobenheit und intelligenten und/oder melancholischen Texten. Neuerdings verströmt man unnötigerweise ein wenig zuviel Pathos, so daß man unvermeidlich an Blumfeld erinnert wird, bei denen Kante-Sänger Peter Thiessen den Bass zupft.

Allerdings muß man bei Textzeilen wie "Ich kann keinen Schritt weitergehen, ich kann in keinem Weg mehr einen Weg sehen, mir scheinen alle Möglichkeiten tote Alternativen, ich seh' in nichts noch eine Perspektive" ebenso an The Cure denken "I think I've reached that point where giving up and going on are both the same dead end to me..." Wie dem auch sei, jedenfalls keine Band für Dreiakkord- und Schüttelreim-Fans.

[PoprockUnion 09/2005]

 

Bandmitglieder:  Peter Thiessen (Gesang, Gitarre), Felix Müller (Gitarre), Andreas Krane (Bass), Sebastian Vogel (Schlagzeug), Thomas Leboeg
(Synthesizer, Keyboard)

Musikstil:  Indie-Rock, Gitarrenpop

Vergleichbare Bands:  The Style Council, XTC, Die Sterne, Angelika Express, Kettcar , Tomte


Ausgewählte Diskographie:

Zweilicht (LP, 2001) 
Zombi (LP, 2004)  
Die Tiere sind unruhig (LP, 2006)  
Kante Plays Rhythmus Berlin (LP, 2007)


Song-Empfehlungen:

1. Die Summe der einzelnen Teile
2. Zombi
3. Im ersten Licht
4. Warmer Abend
5. Die Wahrheit





  • Fans Of Kate

    Man darf aufatmen, denn bei den Fans Of Kate handelt es sich weder um weitere Ex-Freunde von Kate Moss, noch um angegraute Kunst-Pop-Liebhaber mit Ambitionen zur Kate Bush-Huldigung. Vielmehr sind die FoK eine aufstrebende Londoner-Band, die mit ihrer gleichnamigen EP "Fans of Kate" schon gegen Ende des Jahres 2004 für Begeisterung sorgte.

     
  • The Ordinary Boys

    Nachdem The Ordinary Boys auf ihrem Debut-Album "Over the Counter Culture" noch sehr Jam-lastig daher kamen (Maybe Someday , Talk Talk Talk , Week in, Week out), schlagen sie auf "Brassbound" ein wenig mehr die White-Ska -Richtung ein. Kurz gesagt, bei einigen Songs haben offensichtlich Madness und Specials Pate gestanden, was keine schlechte Verwandtschaft ist. Diese Entwicklung vollzog sich auch nicht ganz unvermittelt, da die Ordinary Boys bereits für ihr erstes Album die Cover-Version von "Little Bitch" ( The Specials ) aufnahmen.

     
  • Baxendale

    Baxendale, benannt nach einem britischen Comic-Zeichner aus den 50er Jahren, was bei der Charakterisierung aber gar nicht weiterhilft, haben mit Subtilität nicht viel am Hut. Nein, die Synthies werden angeschmissen und dann wird gnadenlos losgebrettert, als hätte es die Pet Shop Boys nie gegeben. Eigentlich total kitschig, aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß der ganze Klamauk nicht unbedingt komplett ernst genommen werden sollte, was wiederum sympathisch ist.