Wenn man sich für britische Musik und aktuelle musikalische Strömungen interessiert, dann fällt man zwangsläufig im Laufe der Jahrzehnte auch mal auf die entsprechend gehypten Aushängeschilder irgendeiner neuen Welle herein. Falls nicht, dann kauft man seine Musik wahrscheinlich streng nach der Covergestaltung. Egal, in beiden Fällen wäre man mit Sicherheit nicht ohne Kula Shaker aus dem Plattenladen zurückgekommen.

Stark beeinflußt von indischer Musik, Kultur und Mystik präsentieren Kula Shaker ihren ganz eigenen Indie(n)-Rock, angereichert mit einem 70er-Einschlag von Deep Purple bis Greatful Dead. Wer also den 96er Charthit "Tattva" besitzt und glücklich damit ist, wovon ich ausgehe, der übe sich in Bescheidenheit und spare sein Geld für einen vierarmigen Elefantengott.

[PoprockUnion 09/2004]

 

Bandmitglieder:  Crispian Mills (vocals, guitar), Jay Darlington (keyboards), Paul Winterhart (drums), Alonza Bevan (bass)

Musikstil:  Rock, Britpop

Vergleichbare Bands:  Was weiß denn ich, Cornershop jedenfalls nicht!


Ausgewählte Diskographie:

K (LP, 1996) 
Peasants, Pigs & Astronauts (LP, 1999)  
Strangefolk (LP, 2007)


Song-Empfehlungen:

1. Tattva
2. Govinda
3. Hush
4. Hey Dude
5. Sound Of Drums
6. Mystical Machine Gun

  • Shout Out Louds

    Vier Jungs und ein Mädel aus Schweden, das sind die Shout Out Louds. So laut wie ihr Name sind sie zwar nicht, aber für Indie-Club-Tanzflächen reicht es allemal. "Howl Howl Gaff Gaff" heißt das erste Album, 2005 erschienen, erfolgreich in den USA, Japan und Europa. Und wie machen sie das? Garagen-Rock à la Mando Diao und The Strokes spielt eine Rolle. Darüber haben sie aber eine ordentlichen Indie-Wolke gesprüht.

     
  • At The Drive-In

    In At The Drive-In versammelt sich zu viel kreative und rohe Energie für eine normale Punkband. Gute Vergleiche, die diesen Texanern gerecht werden, fallen deshalb schwer. Vielleicht hilft zur weiteren Einordnung die Tatsache, daß sich die Band 2002 auflöste, damit Cedric Bixler und Omar Rodriguez ihr Nebenprojekt "The Mars Volta" vorantreiben konnten. Damit endlich die Frisuren noch besser zur Musik passen.

     
  • Deutsch Amerikanische Freundschaft (DAF)

    Die Musik der Deutsch Amerikanischen Freundschaft setzte sich aus minimalistischen Elektronikspielereien und schrägen, monotonen Sequenzerläufen mit bombastisch-bedrohlichem Synthesizersound zusammen. Zusätzlich boten die kalt und aggressiv vorgetragenen Texte ausreichend Interpretationsspielraum für kontroverse Diskussionen.