1999 waren Lit in Amerika ziemlich angesagt und dieser Erfolg brachte sie mit einiger Verzögerung auch nach Deutschland. Lustige Videos mit Pamela Anderson und Dee Synder von Twisted Sister wurden gedreht und Lit hatten mit dem Poppunk-Album "A place in the sun" eben diesen für sich gepachtet. Und gepachtet trifft es dann auch ganz gut, denn danach ging es stetig abwärts, was in uns aber eine ähnliche Verwunderung auslöst wie der überraschende Erfolg von damals.

Ausgleichende Gerechtigkeit könnte man jetzt meinen, aber soweit wollen wir hier nicht gehen, denn bei den zahlreichen Sommer-Festivals könnten Lit auch heute noch jederzeit angenehm den Fünfuhrtee beschallen. Lit-Schlagzeuger Allen Shellenberger starb im August 2009 an den Folgen eines Gehirntumors.

[PoprockUnion 09/2000]


Bandmitglieder: A. Jay Popoff (vocals), Jeremy Popoff (guitars), Kevin Baldes (bass), Allen Shellenberger † (drums)

Musikstil:  Power-Pop-Punk, Alternative

Vergleichbare Bands:  Everclear, A, Sum 41, Good Charlotte


Ausgewählte Diskographie:

A Place In The Sun (LP, 1999) 
Atomic (LP, 2001)  
Lit (LP, 2004)


Song-Empfehlungen:

1. My own worst enemy
2. Miserable
3. Zip-Lock
4. Addicted
5. No Turning Back
6. Times Like This

  • Baxendale

    Baxendale, benannt nach einem britischen Comic-Zeichner aus den 50er Jahren, was bei der Charakterisierung aber gar nicht weiterhilft, haben mit Subtilität nicht viel am Hut. Nein, die Synthies werden angeschmissen und dann wird gnadenlos losgebrettert, als hätte es die Pet Shop Boys nie gegeben. Eigentlich total kitschig, aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß der ganze Klamauk nicht unbedingt komplett ernst genommen werden sollte, was wiederum sympathisch ist.

     
  • Irene

    Während ich diese Zeilen über die schwedische Indie-Band Irene tippe, hat bei uns in Nordrhein-Westfalen gerade der goldene Oktober begonnen. Und was soll ich sagen, das neue Album dieser feinen Labrador -Band hätte ich gerne im Sommer gehört. Spitzfindige Mitmenschen werden jetzt sicherlich fragen: Welcher Sommer? Ich antworte lieber mit der berechtigten Gegenfrage: Welche Platte denn? Diese soll hier ja das Thema sein.

     
  • The Haddocks

    Bislang hatten wir die Schweiz nicht auf unserer musikalischen Indie-Landkarte. Das hat sich jetzt aber schlagartig geändert, denn Anfang Juni beglückte uns das Schweizer Künstler-Kollektiv und Indie-Label Ikarus Records mit dem Debütalbum von The Haddocks. Das Album heißt "The Year Before The Year Of Sekiuah" was sinngemäß in etwa bedeutet, heute ist der letzte Tag an dem man den Joghurt im Kühlschrank noch essen kann. Oder wie der Engländer sagt: "Your guess is as good as mine."