Longwave würde ich spontan nach England verlegen und auch dort die Referenzen suchen, da sie aber aus New York kommen, liest man natürlich irgendwie überall Vergleiche wie Interpol und Strokes. Dabei sehen sie höchstens ein wenig wie die Strokes aus, aber Interpol höre und sehe ich da beim besten Willen nicht heraus. Vielleicht kann man ihr Album "The Strangest Things", welches sehr schön ist, noch am ehesten mit dem letzten Stills-Album vergleichen.

Auf der "Life of the Party"-EP geht es dann aber auch schon wieder in experimentellere Gefilde und ihr aktuelles Album (There's A Fire, 2005) produzierte John Leckie. Klar, jetzt rufen sicherlich einige wieder Stone Roses, aber die Zeiten sind vorbei, trotzdem sollte man mal reinhören... 2006 wird voraussichtlich ein neues Album von Longwave erscheinen, da schon einige neue Songs als Mp3s auf der Webseite zu hören sind.

[PoprockUnion 03/2005]

 

Bandmitglieder:  Steve Schlitz (vocals, guitar), Shannon Ferguson (guitar), Paul Dillon (bass), Jason Molina (drums)

Musikstil:  Indie-Rock, Britpop

Vergleichbare Bands:  The Verve, REM, U2, Radiohead, Doves, The Stills, The Strokes


Ausgewählte Diskographie:

The Strangest Things (LP, 2003) 
There's A Fire (LP, 2005)


Song-Empfehlungen:

1. Wake me when it's over
2. I know it's coming someday
3. Life of the party
4. There's a fire
5. Life is wrong




  • Seaport

    Die Band Seaport wurde 2004 in Berlin gegründet, hat mit "Rock'n'Roll Shanties" (08/2006) gerade ihr Debüt-Minialbum veröffentlicht und macht, wenn man den Infos der Plattenfirma glauben darf, doch tatsächlich Britpop. Natürlich ist dies schon verwunderlich, denn eine Band die sich heute freiwillig in die Kategorie Britpop einordnen läßt, schert sich wahrscheinlich wenig um den vorherrschenden Zeitgeist, oder sie hat erkannt, daß es einfach keine gute Postpunk-Band mehr gibt, die man noch unbedingt kopieren müßte. Vielleicht haben Seaport aber auch nur den kommenden Trend im Auge und vermuten, daß ein Britpop-Revival nach 10 Jahren durchaus angebracht wäre.

     
  • Donots

    Ziemlich kleinlaut bezeichnen sich die Donots in ihrer lustigen Band-Biographie rückblickend als "peinliche Provinz-Kapelle", was natürlich vollkommener Blödsinn ist und ihnen nicht im geringsten gerecht wird. Die Donots aus Ibbenbüren sind nämlich eine großartige Provinz-Kapelle und sie spielen melodischen Alternative-Rock (a.k.a. Punk, Emo), der sicherlich auch Mehmet Scholl gefallen würde.

     
  • Spellbind

    Die Independent Rockband Spellbind veröffentlicht im März 2008 ihren zweiten Longplayer. Die neue Platte der Band trägt den Namen "7000". Was sich vor gut zwei Jahren mit dem Debütalbum "Cocoon" andeutete, wird auf dem zweiten Album nun perfektioniert.

    Die vier Nürnberger, die 2001 als ein akustisches Trio begonnen hatten, präsentieren auf ihrer neuen CD eine Vielzahl an kraftvollen Rocksongs, die mit ausgefeiltem Songwriting begeistern. Die Musik ist zeitloser Indierock: intensiv, treibend, mitreißend. Geradlinig, aber mit Psychedelia-Einsprengseln und interessanten Arrangements, die die Aufmerksamkeit hoch halten.