Was schreibt man nur über eine Band, in diesem Fall über Luise Pop , über die man rein gar nichts weiß, bis jetzt kaum etwas in Erfahrung bringen konnte, von der man aber jetzt zufälligerweise eine Vinyl-Single in den Händen hält!? (Und das auch nur, weil Mastermind bzw. der Herr Seitenbetreiber für seinen 80er-Jahre Plattenspieler irgendein exotisches Kabel verkramt hat!)

Man fragt Onkel Google um Rat, hört sich auf der Myspace -Seite weitere Musiktitel der Band an und kommt letztendlich zu dem Ergebnis, daß trotz der jahrelangen musikalischen Schreckensherrschaft von DJ Ötzi, in Österreich auch zarte Indie-Gewächse ihre Wurzeln ausbreiten konnten. Luise Pop , das sind drei Musikerinnen die schon in mehrere musikalische Projekte involviert waren (Törpeauto, Skizze, Sonodrom Express und The Beautiful Kantine Band) und die vormals unter dem Namen Dust Collective unterwegs waren. Unter dem neuen Bandnamen wagen die drei Frontfrauen einen Brückenschlag zwischen C86 -Schrammel-Gitarrenpop und Indietronics . Das ist zumindest mein Eindruck, denn mehr als eine Handvoll Songs scheinen Luise Pop noch nicht veröffentlicht zu haben. Alles in allem eine feine Kombination aus 80er-Schrammelpop und einem Ladomat-ähnlichen Elektronik-Gefrickel.

[Simone Back für PoprockUnion 03/2007]


Bandmitglieder:  Lisa Berger (percussion, keyboards, vocals), Ina Freudenschuß (guitar, keyboards, vocals), Vera Kropf (guitar, vocals)

Musikstil:  Indie-Pop, Indietronics

Vergleichbare Bands:  The Blow, Das Pop, The Notwist, Death Cab For Cutie, Ladytron


Ausgewählte Diskographie:

Gas Station/ Turn It Off! (Vinyl-7-inch, 2007)


Song-Empfehlungen:

1. Gas Station
2. Turn It Off
3. Rain





  • My Morning Jacket

    Ich muß zugeben, bisher konnte ich mit dieser Band aus Louisville, Kentucky, nicht ganz soviel anfangen. Ich kannte My Morning Jacket nur von einem Freund dessen Musikgeschmack ich zwar respektiere (Neil Young), aber nicht unbedingt teile. 1999 veröffentlichten sie mit "The Tenessee Fire" ihr Debut-Album, 2001 kam "At Dawn", das zweite Album. Von "It Still Moves" aus dem Jahre 2003 gefiel mir die Single "One Big Holiday", ohne mich aber näher mit dem gesamten Album zu beschäftigen.

     
  • The Hands Of The Wrong People

    Dominic Hislop ist gebürtiger Schotte, Gitarrist und Sänger von The Hands Of The Wrong People, die im Frühjahr ihr Debütalbum "Spring Flakes" bei Peapod Recordings aus Portland veröffentlicht haben. Schlagzeuger Robert Wiesner aus Leipzig und Bassist Pius Fox aus Berlin komplettieren die Band.

     
  • At The Drive-In

    In At The Drive-In versammelt sich zu viel kreative und rohe Energie für eine normale Punkband. Gute Vergleiche, die diesen Texanern gerecht werden, fallen deshalb schwer. Vielleicht hilft zur weiteren Einordnung die Tatsache, daß sich die Band 2002 auflöste, damit Cedric Bixler und Omar Rodriguez ihr Nebenprojekt "The Mars Volta" vorantreiben konnten. Damit endlich die Frisuren noch besser zur Musik passen.