Die Beatles und Oasis sind ihre Helden - und das hört man auch. Außerdem: Ähnlich wie Oasis sind sie der Ansicht, die beste Band der Welt zu sein. Obwohl bereits das Debüt "Bring 'Em In" mit dreckig-rotzigen Stimmen großartige, tanzbare Melodien in die Indie-Clubs warf, wurden die schwedischen Jungens von Mando Diao von vielen erst 2005 wahrgenommen:

Mit "Hurricane Bar" haben sie ein Nachfolge-Album voller Hits geschaffen, die einen größtenteils auf die Tanzfläche zerren, und damit einen gewissen Hype um ihre Band ausgelöst. Wer Mando Diao bereits 2004 und dann auch 2005 auf Southside oder Hurricane gesehen hat, weiß, was Noch-Nicht-Hype und dann Hype ist. Nur - mit dem Status hat's trotzdem noch nicht ganz geklappt. Bis es so weit ist, oder besser, damit es so weit kommt, haben sie noch einen Tipp: Schert euch nicht um die alten Bands, Mando Diao ist alles was ihr braucht!

[Juliane Ried]

Bandmitglieder: Björn Dixgård (vocals, guitar), Gustaf Norén (vocals, guitar), Carl-Johan Fogelklou (bass), Samuel Giers (drums)

Musikstil:  Indie Rock, Garage-Rock

Vergleichbare Bands:  The Hives, The Vines , Sugarplum Fairy, Razorlight


Ausgewählte Diskographie:

Bring 'Em In (LP, 2004) 
Hurricane Bar (LP, 2005)  


Song-Empfehlungen:

1. Sheepdog
2. Down In The Past
3. White Wall
4. Motown Blood

  • Atomic Swing

    Schweden-Retro-Rock der ersten Generation, soweit man dies als außenstehender Nicht-Schwede korrekt beurteilen kann. Atomic Swing wurden 1992 mit dem Hit "Stone me into the groove" bekannt und lösten sich 1997 wegen Erfolglosigkeit auf. Ihr kurzer Erfolg beschränkte sich dabei weitgehend auf Schweden, Australien und Japan.

     
  • Hard-Fi

    Hard-Fi, wieder eine frische Band aus England, genauer dem West-Londoner Vorort Staines. Hinter ihrem häßlichen gelben Cover mit Überwachunskamera (Stars of CCTV) verbirgt sich ein solides und sauber produziertes Debüt-Album. Hard-Fi klingen also nicht dreckig, der trendige Postpunk-Einfluß hält sich in Grenzen und auch den üblichen Coldplay-Konsens-Pop gibt es hier nicht. Wer jetzt was richtig originelles und eigenständiges von Hard-Fi erwartet wird aber ebenso enttäuscht.

     
  • Campsite

    Was gibt's Neues? Eigentlich nichts, es sei denn der tanzwütige Däne möchte auch mal auf die Musik von "The Killers" abrocken, ohne gleich unpatriotisch werden zu müssen. Für diesen Fall hat die dänische Band Campsite jetzt ihr Debütalbum "Names, Dates And Places" im Angebot. Insgesamt eine sehr eingängige Platte mit tanzbarem Indie-Rock, etwas weniger Energie als die zuvor genannten Killers, aber auch nicht so melancholisch und vielschichtig wie z.B. Interpol. Produziert wurde das Album vom Holländer Minco Eggersman (Sally Forth Records) und der Höhepunkt (Single-Tipp!) der CD ist mit Sicherheit der Song "In Case You Want To Talk It Out".