Die Beatles und Oasis sind ihre Helden - und das hört man auch. Außerdem: Ähnlich wie Oasis sind sie der Ansicht, die beste Band der Welt zu sein. Obwohl bereits das Debüt "Bring 'Em In" mit dreckig-rotzigen Stimmen großartige, tanzbare Melodien in die Indie-Clubs warf, wurden die schwedischen Jungens von Mando Diao von vielen erst 2005 wahrgenommen:

Mit "Hurricane Bar" haben sie ein Nachfolge-Album voller Hits geschaffen, die einen größtenteils auf die Tanzfläche zerren, und damit einen gewissen Hype um ihre Band ausgelöst. Wer Mando Diao bereits 2004 und dann auch 2005 auf Southside oder Hurricane gesehen hat, weiß, was Noch-Nicht-Hype und dann Hype ist. Nur - mit dem Status hat's trotzdem noch nicht ganz geklappt. Bis es so weit ist, oder besser, damit es so weit kommt, haben sie noch einen Tipp: Schert euch nicht um die alten Bands, Mando Diao ist alles was ihr braucht!

[Juliane Ried]

Bandmitglieder: Björn Dixgård (vocals, guitar), Gustaf Norén (vocals, guitar), Carl-Johan Fogelklou (bass), Samuel Giers (drums)

Musikstil:  Indie Rock, Garage-Rock

Vergleichbare Bands:  The Hives, The Vines , Sugarplum Fairy, Razorlight


Ausgewählte Diskographie:

Bring 'Em In (LP, 2004) 
Hurricane Bar (LP, 2005)  


Song-Empfehlungen:

1. Sheepdog
2. Down In The Past
3. White Wall
4. Motown Blood

  • Gene Loves Jezebel

    Gothic-Rock-Formation um die Zwillingsbrüder Jay und Michael Aston. In den 80er Jahren waren Gene Loves Jezebel immer auf den vordersten Plätzen der englischen Indie-Charts zu finden, da sie mit den anderen Bands auf Situation Two/Beggars Banquet auch in das passende Label-Umfeld eingebettet waren. Insgesamt zwar atmosphärisch dicht, aber nicht unbedingt so düster wie beispielsweise die Fields Of The Nephilim.

     
  • Hefner

    Independent-Band aus England mit leichten Folk-Einflüssen, die irgendwann auf die witzige Idee kam auch mal die Gitarren komplett durch Synthesizer zu ersetzen (nämlich auf Dead Media, 2001). Wer dies jetzt für sittenwidrig hält kann sich damit trösten, daß die eingefleischten Hefner-Fans ähnlich reagierten.

     
  • Lit

    1999 waren Lit in Amerika ziemlich angesagt und dieser Erfolg brachte sie mit einiger Verzögerung auch nach Deutschland. Lustige Videos mit Pamela Anderson und Dee Synder von Twisted Sister wurden gedreht und Lit hatten mit dem Poppunk-Album "A place in the sun" eben diesen für sich gepachtet. Und gepachtet trifft es dann auch ganz gut, denn danach ging es stetig abwärts, was in uns aber eine ähnliche Verwunderung auslöst wie der überraschende Erfolg von damals.