Einer der vielen Hypes des Jahres 2005. Und gleichzeitig Teil des Hypes um die Nachahmer von Franz Ferdinand. Sie drohen darin unterzugehen, werden aber andererseits aus der Masse hervorgehoben. Ihr Debüt "A Certain Trigger" ist zumindest zu gut, um es des Hypes wegen nicht zu beachten. New-Wave-Pop in bester Form, keine Kompromisse, Füller oder Aussetzer in der Setlist.

Und dann werfen sie wenige Monate später einfach "Going Missing" hinterher: Eine B-Seiten- und Demo-Sammlung - und das nach dem ersten Album. Optimale Ausschlachtung der finanziellen Möglichkeiten? Bestimmt, jetzt sind sie groß, jetzt will der Fan so viel wie möglich davon haben. Ein kundenorientiertes Unternehmen, möchte man sagen. Während sich Tausende in der viel zitierten Songzeile "I am young and I am lost" wiederfinden, gilt vielleicht für die Engländer selbst eher: "Everything I said was true, but I couldn't prove it" - nach dem nächsten Album wissen wir mehr.

[Juliane Ried]


Bandmitglieder:  Paul Smith (vocals), Duncan Lloyd (guitars), Archis Tiku (bass), Lukas Wooller (keyboards), Tom English (drums)

Musikstil:  Neo-Postpunk, Indie Rock

Vergleichbare Bands:  Franz Ferdinand, Kaiser Chiefs


Ausgewählte Diskographie:

A Certain Trigger (LP, 2005) 
Going Missing (LP, 2006)  
Neues Album (LP, 2008)


Song-Empfehlungen:

1. Now I'm All Over The Shop
2. Kiss You Better
3. Apply Some Pressure
4. The Coast Is Always Changing
5. Graffiti
6. Books From Boxes





  • Pilot Speed (Pilate)

    Ich fange mal ganz behutsam an. Die kanadische Band Pilate hat genau zwei Alben herausgebracht, ihr Debütalbum mit dem Namen "Caught By The Window" und den Nachfolger "Sell Control For Life's Speed". Die kanadische Band Pilot Speed , die zuvor als Pilate bekannt wurde, hat genau ein Album herausgebracht. Dieser Longplayer heißt weltweit "Into The West" und ist eigentlich nicht anderes als die kanadische Pilate -CD " Sell Control... ", lediglich Cover-Artwork, Band- und Albumname haben sich geändert.

     
  • Elastica

    Die beinahe Frauenband Elastica hatte im Britpop-Jahr 1995 mehrere beinahe Hits, die sie beinahe ganz alleine geschrieben hatten. So bemerkten aber Wire, daß "Connection" doch einige Ähnlichkeit mit "Three girl rhumba" aufwies und die Stranglers hörten in "Waking Up" irgendwie "No more heroes" heraus. Aber egal, denn dafür war Sängerin Justine Frischmann tatsächlich die Freundin von Brett Anderson und Damon Albarn und das Album "Stutter" konnte tatsächlich den ersten Platz der britischen Album-Charts belegen.

     
  • Darling Buds

    Die Darling Buds sind ein weiteres Beispiel für gefeierte Independent-Hoffnungsträger, die trotz oder gerade wegen ihres Wechsels zu einer großen Plattenfirma die hochgesteckten Erwartungen nicht ganz erfüllen konnten. Der eingängige Gitarrenpop der Darling Buds erhielt zwar Unterstützung durch so namhafte Produzenten wie Pat Collier (House of Love) und Stephen Street (The Smiths), aber auch dies verhalf der Band nicht zu großartigen Charterfolgen jenseits der Top 40.