Vier Jungs und ein Mädel aus Schweden, das sind die Shout Out Louds. So laut wie ihr Name sind sie zwar nicht, aber für Indie-Club-Tanzflächen reicht es allemal. "Howl Howl Gaff Gaff" heißt das erste Album, 2005 erschienen, erfolgreich in den USA, Japan und Europa. Und wie machen sie das? Garagen-Rock à la Mando Diao und The Strokes spielt eine Rolle. Darüber haben sie aber eine ordentlichen Indie-Wolke gesprüht.

Schwebender Garagen-Rock. Denn irgendwie hören sie sich nach Hippies an. Nette, gute, zufriedene Menschen. Und solche Musik machen sie eben auch. Da darf neben Keyboard-Melodien auch mal ein Glockenspiel erklingen. Die Stimme ist etwas krächzig, als müsste er sich ganz schön quälen, der gute Adam. Könnte sein, daß das so manchem schnell oder schon von Anfang an auf die Nerven geht. Auf jeden Fall etwas eigenes. Und so mancher scheint darauf gewartet zu haben, daß diese Stil-Kombi mal jemand ausprobiert.

[Juliane Ried]


Bandmitglieder:  Adam Olenius (vocals, guitar), Carl Von Arbin (guitar), Ted Malmros (bass), Eric Edman (drums), Bebban Stenborg (keyboards, backing vocals)

Musikstil:  Indie Rock, Garage-Rock

Vergleichbare Bands:  The Thrills, Mando Diao , Nada Surf , The Killers


Ausgewählte Diskographie:

Howl Howl Gaff Gaff (LP, 2005) 
Our Ill Wills (LP, 2007)


Song-Empfehlungen:

1. Please, Please, Please
2. Never Ever
3. The Comeback
4. Tonight I Have To Leave It
5. Impossible





  • Fans Of Kate

    Man darf aufatmen, denn bei den Fans Of Kate handelt es sich weder um weitere Ex-Freunde von Kate Moss, noch um angegraute Kunst-Pop-Liebhaber mit Ambitionen zur Kate Bush-Huldigung. Vielmehr sind die FoK eine aufstrebende Londoner-Band, die mit ihrer gleichnamigen EP "Fans of Kate" schon gegen Ende des Jahres 2004 für Begeisterung sorgte.

     
  • The Ordinary Boys

    Nachdem The Ordinary Boys auf ihrem Debut-Album "Over the Counter Culture" noch sehr Jam-lastig daher kamen (Maybe Someday , Talk Talk Talk , Week in, Week out), schlagen sie auf "Brassbound" ein wenig mehr die White-Ska -Richtung ein. Kurz gesagt, bei einigen Songs haben offensichtlich Madness und Specials Pate gestanden, was keine schlechte Verwandtschaft ist. Diese Entwicklung vollzog sich auch nicht ganz unvermittelt, da die Ordinary Boys bereits für ihr erstes Album die Cover-Version von "Little Bitch" ( The Specials ) aufnahmen.

     
  • Baxendale

    Baxendale, benannt nach einem britischen Comic-Zeichner aus den 50er Jahren, was bei der Charakterisierung aber gar nicht weiterhilft, haben mit Subtilität nicht viel am Hut. Nein, die Synthies werden angeschmissen und dann wird gnadenlos losgebrettert, als hätte es die Pet Shop Boys nie gegeben. Eigentlich total kitschig, aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß der ganze Klamauk nicht unbedingt komplett ernst genommen werden sollte, was wiederum sympathisch ist.