"Young For Eternity", das Debüt der Subways ist eines dieser Alben, das man einmal hört und dann sofort mitrockt. Frischer Rock, so wie es einst Ash mit "1977" geschafft haben, die Vines mit "Highly Evolved" oder Mando Diao mit "Hurricane Bar". Musik, die andererseits vielleicht zu simpel gestrickt ist. Zu schnell verfällt. Trotzdem holten sie sich damit eine der Kronen für die Newcomerband des Jahres 2005.

Zum schnellen Durchbruch war es in England 2004 gekommen: The Subways gewannen den Nachwuchsbandcontest des Glastonbury Festivals. Die UK-Hit-Single "Rock'n'Roll Queen" schrieb Sänger Billy für die Bassistin - seine Freundin. Der Drummer ist außerdem der jüngere Bruder des Sängers. Das Debut-Album wurde von Ian Broudie (The Lightning Seeds, u.a. Produzent von The Coral, The Zutons, Icicle Works, Echo & The Bunnymen) produziert. Hört sich alles so perfekt an, hört sich sehr nach Hype an. Ist es zumindest in England auf jeden Fall auch, wo Bassistin Charlotte in Girlie-Magazinen Schminktipps geben darf und sich kaum vor männlichen Verehrern retten kann. Bis in die Staaten sind sie schon gekommen, traten bei "O.C., California" auf, Australien und Asien sind nächste Tourstationen. Diese Platte sollte man genießen, denn wer weiß, was danach noch kommt. Ob diese noch so jungen Musiker das noch einmal schaffen oder gar toppen können. Denn was von Ash und The Vines heute noch übrig ist...

[Juliane Ried]


Bandmitglieder:  Billy Lunn (guitar, vocals), Charlotte Cooper (bass, vocals), Josh Morgan (drums)

Musikstil:  Indie Rock, Garage Rock

Vergleichbare Bands:  The Vines , Mando Diao , Sugarplum Fairy, The Coral, Ash , The Zutons, The Von Bondies, Razorlight


Ausgewählte Diskographie:

Young for Eternity (LP, 2005)
All or Nothing  (LP, 2008)


Song-Empfehlungen:

1. No Goodbyes
2. Oh Yeah
3. I Want To Hear What You Have Got...
4. City Pavement
5. Rock & Roll Queen







  • James

    Die ca. 20-jährige Bandgeschichte der altgedienten Indie-Haudegen James, mit ihren zahlreichen Stilwechseln und unüberschaubaren Umbesetzungen ist nicht besonders leicht auf einen allgemeingültigen Nenner zu bringen. James sind halt James, also weder eine richtige C-86-Band, noch eine typische Madchester-Rave-Kapelle, auch keine kurzlebige Britpop-Band und sie sind schon gar nicht die neuen Beatles, Smiths oder Stone Roses.

     
  • Blondie

    Die US-Band Blondie, benannt nach ihrer superblonden Sängerin, zählt zu den wichtigsten Vertretern der US-New Wave-Bewegung, obwohl sie ihre größten Erfolge hauptsächlich in England bzw. Europa feiern konnte. Innerhalb ihrer aktiven Zeit von 4 Jahren (1978-1982), hatten Blondie dauerhaften Chart-Erfolg, und zahlreiche Top-Ten-Hits. Darunter so tolle Singles wie Denis, Hanging on the telephone, Heart of glass, Sunday girl, Atomic, Call me, The tide is high und Rapture.

     
  • Grandaddy

    Für Menschen, die sich der Meinung anschließen können, daß aus Amerika generell mehr blutleerer musikalischer Müll zu uns herüberkommt als aus England, sind Grandaddy der Lichtblick schlechthin. Grandaddy sind fünf, zumeist bärtige, Spacken aus Modesto, Kalifornien, die eingängige Popsongs mit Lo-Fi-Charme und Experimentierfreude jederzeit zu einem verschrobenen Gesamtkunstwerk auftürmen können. Dies gelingt ihnen dann auch in genialer Weise auf dem Meisterwerk "The Sophtware Slump" aus dem Jahre 2000.