Natürlich ist der Hype um die Artic Monkeys etwas übertrieben, aber was soll man auch sagen wenn die Veröffentlichungen sich so sehr in Grenzen halten? Man könnte aus Ignoranz und Unwissenheit einfach mal schreiben, daß die Arctic Monkeys aus Sheffield mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die neuen Franz Ferdinand sind und sich auch so anhören. Ebenso kann man sich auch die zum Download freigegebenen Songs besorgen, damit man nicht ständig um den heißen Brei reden muß.


Gesagt, getan, heruntergeladen, herumgelabert und doch nur eine gewisse Ähnlichkeit mit den Libertines, Babyshambles bzw. Pete Doherty entdeckt. Keine bahnbrechende Neuheit also, eher ein Rückschritt, aber die Richtung gefällt und wenn die Arctic Monkeys mit der Single "I Bet You Look Good On The Dancefloor" aus dem Nichts auf Platz 1 der UK-Charts einsteigen, dann darf man als Indie-Fan trotzdem zufrieden sein. Außerdem paßt der Song gut hinter "Fuck forever" von den Babyshambles und was den Hype angeht, daß Debut-Album (Whatever People Say I Am, That's What I'm Not) soll erst Anfang 2006 folgen.


[PoprockUnion 04/2006]

Bandmitglieder: Alex Turner (vocals, guitar), Jamie Cook (guitar), Andy Nicholson (bass), Matt Helders (drums)  

Musikstil: Indie-Rock, Post-Punk-Revival
    
Vergleichbare Bands: The Libertines, Kasabian, The Dead 60s, Babyshambles, Queens Of The Stone Age

Ausgewählte Diskographie:

Whatever People Say I Am, That's What I'm Not (LP, 2006)
Favourite Worst Nightmare (lP, 2007)
Humbug (LP, 2009)    

Song-Empfehlungen:

1. Fake Tales Of San Francisco
2. I Bet You Look Good On The Dancefloor
3. When The Sun Goes Down (Scummy)
4. Leave Before The Lights Come On
5. Brianstorm
6. Crying Lightning
7. Cornerstone

  • Erasure

    Es ist schon erstaunlich, daß Vince Clarke es geschafft hat seit nunmehr 20 Jahren das Synthi-Pop-Duo Erasure zusammenzuhalten. Zuvor hatte Clarke nämlich schon so illustre Namen wie Depeche Mode, Yazoo, The Assembly und Paul Quinn von seinen kompositorischen Fähigkeiten soweit überzeugt, daß er weitere Arbeitsproben für überflüssig hielt. Dabei kann man Erasure trotz ihrer vielen Hits nicht einmal jahrzehntelange Kreativität und Originalität bescheinigen, obwohl die schmale Gratwanderung zwischen Pop und völlig belanglosem Kitsch bislang immernoch haarscharf gelungen ist. Aber warten wir erstmal ab...

     
  • David Bowie

    Ein Paradiesvogel mit stilistischer Vielfalt und sicherem Gespür für aufkommende Trends, den ohnehin jeder kennt oder zumindest kennen sollte.

     
  • The Dark Romantics

    In den 80er Jahren hätte ich diese Platte schon alleine wegen des Cover-Artworks nicht gekauft. Zu sehr hätte ich damals die unausweichlichen Sympathiebekundungen von Fancy- und Moti Special-Fans gefürchtet. Heute lassen sich mögliche Geschmacksverirrungen zum Glück anonymer abwickeln und deshalb kann ich hier nun den Review zu The Dark Romantics beisteuern. Die Band stammt aus Florida und, soviel vorab, das Cover täuscht ein wenig, aber auch nicht komplett. Ich persönlich hätte schwülstige 80er Synthie-Musik mit leichtem Gothic Touch erwartet.