In Schweden ist es ganz offensichtlich, die Abba-Generation ist erwachsen geworden und schlägt mit wilden Gitarren nach den Geistern der Vergangenheit. Man muß hierbei aber deutlich unterscheiden, denn die Backyard Babies sind nicht "The Hives", auch nicht unbedingt "The (International) Noise Conspiracy", und schon gar nicht "Mando Diao". Die musikalischen Wurzeln der Backyard Babies liegen eher im Bereich von Punk, Sleaze-Metal und neuerdings auch in Bereichen des LA-Rocks.

Auf jeden Fall legen sie Wert auf eine gepflegte Sex, Drugs & Rock'n'Roll-Attitüde. Die Songs der Backyard Babies bestechen durch gute Melodien bzw. gute Songideen die sehr energiegeladen und kraftvoll vorgetragen werden. Vielleicht durften die Backyard Babies deshalb auch im Jahr 2000 mit den nicht mehr ganz frischen HardRock-Helden von AC/DC auf Tour gehen.


[PoprockUnion 08/2004]

Bandmitglieder: Niklas "Nicke" Borg (vocals), Andreas "Dregen" Svensson (guitar), Johan Blomquist (bass), Peder Carlsson (drums)
     

Musikstil: Sleaze Metal, LA-Rock, Glam-Rock
     

Vergleichbare Bands: Hardcore Superstar, The Hellacopters, Sator, The Wildhearts, Social Distortion, Faster Pussycat, New York Dolls
     

Ausgewählte Diskographie:

    Total 13 (LP, 1997)
    Making Enemies Is Good (LP, 2000)
    Stockholm Syndrome (LP, 2001)
    People Like People Like People Like Us (LP, 2006)
    Backyard Babies (LP, 2008)
     

Song-Empfehlungen:
    1. Minus Celsius
    2. Highlights
    3. Painkiller
    4. Degenerated
    5. Bombed (Out Of My Mind)
    6. Friends
    7. Brand New Hate
    8. Dysfunctional Professional

  • Shout Out Louds

    Vier Jungs und ein Mädel aus Schweden, das sind die Shout Out Louds. So laut wie ihr Name sind sie zwar nicht, aber für Indie-Club-Tanzflächen reicht es allemal. "Howl Howl Gaff Gaff" heißt das erste Album, 2005 erschienen, erfolgreich in den USA, Japan und Europa. Und wie machen sie das? Garagen-Rock à la Mando Diao und The Strokes spielt eine Rolle. Darüber haben sie aber eine ordentlichen Indie-Wolke gesprüht.

     
  • At The Drive-In

    In At The Drive-In versammelt sich zu viel kreative und rohe Energie für eine normale Punkband. Gute Vergleiche, die diesen Texanern gerecht werden, fallen deshalb schwer. Vielleicht hilft zur weiteren Einordnung die Tatsache, daß sich die Band 2002 auflöste, damit Cedric Bixler und Omar Rodriguez ihr Nebenprojekt "The Mars Volta" vorantreiben konnten. Damit endlich die Frisuren noch besser zur Musik passen.

     
  • Deutsch Amerikanische Freundschaft (DAF)

    Die Musik der Deutsch Amerikanischen Freundschaft setzte sich aus minimalistischen Elektronikspielereien und schrägen, monotonen Sequenzerläufen mit bombastisch-bedrohlichem Synthesizersound zusammen. Zusätzlich boten die kalt und aggressiv vorgetragenen Texte ausreichend Interpretationsspielraum für kontroverse Diskussionen.