Von Bauhaus können sich Evanescence, Within Temptation und Nightwish mal 'ne Scheibe abschneiden. Das ist Gothic-Rock wie er ursprünglich mal sein sollte und nicht diese abgedroschene Rammstein plus Opernsängerinnen-Rezeptur.

Bauhaus wurden 1978 im englischen Northampton gegründet, hatten nur kleinere Charterfolge, lösten sich bereits 1983 wieder auf und sind trotzdem eine Legende. Sowas schafft man nicht mit billigem Poser-Dreck. Dazu gehört schon enormes kreatives Potential und auch eine gehörige Portion Mut. Beispielsweise wenn man als erste Single einen zehnminütigen dumpf-düsteren Grabgesang veröffentlicht, der den Tod eines ungarischen Dracula-Darstellers beweint und ganz nebenbei ein völlig neues Musik-Genre aufmacht.


[PoprockUnion 08/2004]

Mitglieder: Peter Murphy (vocals), Daniel Ash (guitar), David J (bass), Kevin Haskins (drums)
     

Musikstil: Gothic-Rock, Post-Punk
     

Vergleichbare Bands: The Cure, And Also The Trees, Siouxie And The Banshees, Calling Dead Red Roses, Fields Of The Nephilim, Tones On Tail


Ausgewählte Diskographie:

    In The Flat Field (LP, 1980)
    Mask (LP, 1981)
    The Sky's Gone Out (LP, 1982)
    Burning From The Inside (LP, 1983)
     

Song-Empfehlungen:

    1. Bela Lugosi's dead
    2. She's In Parties
    3. Dark Entries
    4. Lagartija Nick

  • Sten Fisher

    Wie es sich für jeden ernsthaften und hingebungsvollen Singer/Songwriter gehört, steht auch auf dem Debütalbum "Simple Things" von Sten Fisher der unsichtbare Aufdruck: Aufmerksames Zuhören erwünscht! Der Liedermacher-Fan, der weiß das und folgt dem Hinweis ohnehin. Liebhaber anderer musikalischer Stilrichtungen haben da aber mitunter schon größere Konzentrationsprobleme und Aufmerksamkeitsdefizite zu bewältigen.

     
  • Beck

    Eigentlich kann man sich nicht wirklich sicher sein, ob es sich bei Beck um ein avantgardistisches Gesamtkunstwerk, oder bloß um eine geschickte Verkaufsstrategie handelt. Andererseits ist dies aber auch völlig irrelevant, denn wenn Beck seine musikalischen Wundertüten öffnet, kann niemand vorhersagen was dieses Mal wohl drin sein wird. Allerdings hat man das Gefühl, daß die Sampling-Feuerwerke und das Antiheldentum aus den "Loser"-Zeiten endgültig der Vergangenheit angehören.

     
  • Filmpalast

    Der Filmpalast alias Dirk Schilling kommt aus Köln. Auf dem jetzt veröffentlichten Akustik-Album " Birth Of The Perfectly Known Stranger " zelebriert Filmpalast in charmanter Reduziertheit die Wonnen der Melancholie. Ob diese Platte jedoch die richtige Medizin für einsame Stunden, graue Herbsttage und den täglichen Blues ist, das sollte vielleicht jeder besser selbst entscheiden. Dieses Singer/Songwriter-Album besticht durch schlichtes, filigranes Gitarren-Handwerk und stimmliche Wärme.