Eigentlich kann man sich nicht wirklich sicher sein, ob es sich bei Beck um ein avantgardistisches Gesamtkunstwerk, oder bloß um eine geschickte Verkaufsstrategie handelt. Andererseits ist dies aber auch völlig irrelevant, denn wenn Beck seine musikalischen Wundertüten öffnet, kann niemand vorhersagen was dieses Mal wohl drin sein wird. Allerdings hat man das Gefühl, daß die Sampling-Feuerwerke und das Antiheldentum aus den "Loser"-Zeiten endgültig der Vergangenheit angehören.


[PoprockUnion 04/2004]

Mitglieder:  Beck Hansen
    
Musikstil: Indie-Rock, Anti-Folk
    
Vergleichbare Bands: The Flaming Lips, The Beta Band


Ausgewählte Diskographie:

    Mellow Gold (LP, 1994)
    Odelay (LP, 1996)
    Mutations (LP, 1998)
    Midnite Vultures (LP, 1999)
    Sea Change (LP, 2002)
    Guero (LP, 2005)
    The Information (LP, 2006)
    Modern Guilt (LP, 2008)
     

Song-Empfehlungen:

    2. Beercan
    2. Loser
    3. Where It's At
    4. The New Pollution
    5. Sexx Laws
    6. Mixed Bizness
    7. E-Pro
    8. Lost Cause

  • Campsite

    Was gibt's Neues? Eigentlich nichts, es sei denn der tanzwütige Däne möchte auch mal auf die Musik von "The Killers" abrocken, ohne gleich unpatriotisch werden zu müssen. Für diesen Fall hat die dänische Band Campsite jetzt ihr Debütalbum "Names, Dates And Places" im Angebot. Insgesamt eine sehr eingängige Platte mit tanzbarem Indie-Rock, etwas weniger Energie als die zuvor genannten Killers, aber auch nicht so melancholisch und vielschichtig wie z.B. Interpol. Produziert wurde das Album vom Holländer Minco Eggersman (Sally Forth Records) und der Höhepunkt (Single-Tipp!) der CD ist mit Sicherheit der Song "In Case You Want To Talk It Out".

     
  • Editors

    Wem die musikalische Grundversorgung mit zwei Interpol-Alben nicht ausreicht, der kann seit dem 25. Juli 2005 auch zum Editors-Album "The Back Room" greifen. Die Editors, wohlgemerkt ohne vorangestelltes "The", kommen aus Birmingham und dürfen deshalb als die englische Antwort auf Interpol angesehen werden, denn nicht nur stimmlich erinnert so einiges an die erfolgreichen New Yorker.

     
  • Mew

    Mew aus Dänemark hatten schon mehrere Alben aufgenommen, bevor sie im Jahre 2003 mit ihrem Album Frengers einen etwas härteren Sound anschlugen. Zuvor gerieten alle ihre Songs für meinen Geschmack etwas zu seicht, kitschig bzw. auch schwülstig, zumal die Stimme von Sänger (!) Jonas Bjerre keinerlei Anzeichen von überstandenem Stimmbruch aufzeigt. Gut, stimmlich hat sich zwar auch auf Frengers nicht viel getan, aber der Gitarren-Sound wurde insgesamt etwas härter und die Rhythmen sperriger.