Zwei Alben  mit gutem Post-Punk-Power-Pop ("Star", 1993 und "King", 1995), das beschreibt was die US-Band Belly während ihrer kurzen Bestehensphase zu bieten hatte. Dabei harmoniert die glasklare Stimme von Sängerin Tanya Donnelly doch so schön mit dem satten Gitarrensound. Scheinbar ist aber ein längerfristiges Bandprojekt nicht unbedingt ihre Sache, hat Tanya Donelly doch auch schon die Throwing Muses und Breeders mitbegründet. Heute ist die Amerikanerin als Solokünstlerin unterwegs und schlägt insgesamt sanftere Töne an - schade eigentlich.


[PoprockUnion 08/2000]

Bandmitglieder: Tanya Donelly (vocals, guitar), Gail Greenwood (bass), Thomas Gorman (guitar), Christopher Gorman (drums)
    
Musikstil: Indie-Rock, Power-Pop

Vergleichbare Bands: Pixies, The Wannadies, Throwing Muses
    

Ausgewählte Diskographie:

    Star (LP, 1993)
    King (LP, 1995)
     

Song-Empfehlungen:

    1. Feed The Tree
    2. Super-Connected
    3. Now They'll Sleep
    4. Gepetto
    5. Seal My Fate

  • Seaport

    Die Band Seaport wurde 2004 in Berlin gegründet, hat mit "Rock'n'Roll Shanties" (08/2006) gerade ihr Debüt-Minialbum veröffentlicht und macht, wenn man den Infos der Plattenfirma glauben darf, doch tatsächlich Britpop. Natürlich ist dies schon verwunderlich, denn eine Band die sich heute freiwillig in die Kategorie Britpop einordnen läßt, schert sich wahrscheinlich wenig um den vorherrschenden Zeitgeist, oder sie hat erkannt, daß es einfach keine gute Postpunk-Band mehr gibt, die man noch unbedingt kopieren müßte. Vielleicht haben Seaport aber auch nur den kommenden Trend im Auge und vermuten, daß ein Britpop-Revival nach 10 Jahren durchaus angebracht wäre.

     
  • The Dead 60s

    Wer denkt, daß Franz Ferdinand, Bloc Party, die Kaiser Chiefs, Maximo Park oder auch die Futureheads toll sind aber ein paar Ska/Dub-Einflüsse vertragen könnten, für den haben die Dead 60s aus Liverpool diese Marktlücke erkannt und sogleich auch vortrefflich ausgefüllt. Ihr Debut-Album wurde in England schon vor der Veröffentlichung gefeiert. Das bedeutet im Klartext, die Dead 60s werden oder sind das nächste große Ding, mitunter vielleicht sogar die Vorreiter eines Ska/Reggae-Revivals.

     
  • Fields

    Die Wege in- und ausländischer Postdienstleister sind manchmal überaus steinig. Anders läßt sich wohl das unpünktliche Eintrudeln des letzten Päckchens nicht erklären. Dabei wollte ich mit diesem Review eigentlich ein wenig zur gnadenlosen Aktualität dieser Webseite beitragen. Aber ich will hier nicht herumlamentieren, schließlich ist das Albumdebüt "Everything Last Winter" von Fields in Deutschland (noch) gar nicht erhältlich.