Cabaret Voltaire aus Sheffield gehören zu der schwer zugänglichen Avantgarde des 80er Synthie-Pops. Mit Tonbandgeräten und allen erdenklichen elektronischen Klangerzeugern versuchten sie damals althergebrachte Hörgewohnheiten zu verändern. Natürlich waren Cabaret Voltaire mit dieser Herangehensweise zu jener Zeit nicht mit dem vorherrschenden Massengeschmack vereinbar.

In den nachfolgenden Jahren erweiterten sie jedoch ihr musikalisches Repertoire um Funk-, Soul- und ethnische Elemente und so konnten kleinere Erfolge im Underground-Dancebereich gefeiert werden. Dennoch gelten sie allgemeinhin als einflußreiche Vorreiter und wichtige Inspirationsquelle für die später erfolgreichen EBM- und Industrial-Bands.


[PoprockUnion 04/2002]

Mitglieder: Stephen Mallinder (vocals), Richard Kirk (guitar, synthesizer), Alan Fish (drums)

Musikstil: Industrial, Electro, Post-Punk
    
Vergleichbare Bands: Fad Gadget, Nine Inch Nails, Front 242, Die Krupps, Wire
      

Ausgewählte Diskographie:

    Mix-Up (LP, 1979)
    The Voice Of America (LP, 1980)
    Red Mecca (LP, 1981)
    The Crackdown (LP, 1983)
    Micro Phonies (LP, 1984)
    Code (LP, 1987)
     

Song-Empfehlungen:

    1. Silent Command
    2. Nag Nag Nag
    3. Sensoria
    4. Three Mantras
    5. Seconds Too Late
    6. The Drain Train  

  • Cairo

    Die Band Cairo wurde 2005 von den beiden Bassisten Thomas Thiel und Michael Wright gegründet - letzterer stammt ursprünglich aus Seattle. Verstärkt wird die Münchner Band durch den Schlagzeuger Martin Dorfner und die Sängerin Nina Kuhlig. Jetzt, im Herbst 2007, haben Cairo ihr Debütalbum "The Armies Of Compassion" veröffentlicht, ein Kraftakt mit insgesamt 18 Songs. Dementsprechend vielseitig und vielschichtig sollte es dann natürlich auch zur Sache gehen und das tut es auch. Desöfteren wird die Bassisten-, Gitarristen- und Songwriter-Rolle gewechselt und auch bei den Gesangsparts verhält es sich ähnlich. Eine exakte Einordnung fällt deshalb nicht gerade leicht.

     
  • Ian Brown

    Wer hätte das gedacht, Ian Brown, Sänger der legendären Stone Roses hat mittlerweile schon vier respektable Soloalben herausgebracht. Dabei war er gar nicht für großartige musikalische Virtuosität bekannt, sondern eher für seine große Klappe. Die große Klappe hat Ian Brown auch nicht verloren, aber dafür Sampling-Loops und elektronische Sounds gefunden, wodurch sich seine Musik fernab der Stone Roses bewegt und so ungerechtfertigten Vergleichen geschickt aus dem Weg geht.

     
  • Kante

    Deutscher Indie-Pop-Rock mit einer schönen Verschrobenheit und intelligenten und/oder melancholischen Texten. Neuerdings verströmt man unnötigerweise ein wenig zuviel Pathos, so daß man unvermeidlich an Blumfeld erinnert wird, bei denen Kante-Sänger Peter Thiessen den Bass zupft.