Wahrscheinlich liegt man nicht so falsch wenn Chumbawamba irgendwann in der Rückschau als One-Hit-Wonder auftauchen, denn "Tubthumping" war 1997 mehr als nur ein Underground-Hit und weitere Details stoßen in diesem Geltungsbereich ja allgemeinhin auf Desinteresse.

Dabei hatten die linksradikalen Agitationspopper von Chumbawamba durchaus eine Vorgeschichte in der britischen Independent-Szene und galten als überaus politische Band. Da mir aber Chumbawamba samt "Tubthumping" nach all den Jahren immernoch zum Hals raushängt, muß ein Hinweis auf die unten angegeben Empfehlungen ausreichen.


[PoprockUnion 04/2001]

Bandmitglieder: Danbert Nobacon (vocals), Alice Nutter (vocals), Boff (guitar), Paul Greco (bass), Jude Abbott (trumpet), Dunstan Bruce (vocals, percussion), Harry Hamer (drums)
    
Musikstil: Indie-Rock

Vergleichbare Bands: REM
     

Ausgewählte Diskographie:

    Anarchy (LP, 1994)
    Swinging With Raymond (LP, 1996)
    Tubthumper (LP, 1997)
    WYSIWYG (LP, 2000)
    Readymades (LP, 2002)
     

Song-Empfehlungen:

    1. Enough is enough (mit Credit To The Nation)
    2. Timebomb
    3. Tubthumping
    4. Amnesia
    5. Top Of The World

  • Hot Hot Heat

    Nachdem die Kanadier von Hot Hot Heat mit der tollen Single "Bandages" und dem Album "Make Up The Breakdown" (2003) schlagartig bekannt geworden sind, nöhlt Frontmann Steve Bays einem 2005 mit dem Album "Elevator" einen ganzen Stapel Nachfolgehits in die Ohren. Gut für die Indie-Tanzfläche und durchaus gelungen, genauso wie der Vorgänger, aber auf Albumlänge überfordert mich der hysterische Gesang, gepaart mit der hektischen Rhythmik, doch ein wenig.

     
  • Filter

    So richtig brettharten Industrial-Rock haben Filter eigentlich noch nie gemacht, aber hart sind sie trotzdem, besonders weil Mastermind Richard Patrick mit seiner Stimme so wunderbar im Kreissägenbereich herummoduliert. Daraufhin dürfte bestimmt schon so mancher Milchzahn zu staub zerfallen sein. Natürlich schlägt er manchmal auch sanftere Töne an und prompt springt dabei der ein oder andere Mainstream-Hit heraus, wie die Single "Take a picture" beweist.

     
  • Aphex Twin

    Aphex Twin, eigentlich nur ein DJ aus dem englischen Cornwall, der mit bürgerlichem Namen Richard D. James heißt. Da dies aber nicht sonderlich spektakulär klingt, bleiben wir lieber bei Aphex Twin (oder AFX), dem durchgeknallten Elektronik-Soundtüftler auf dem englischen Warp-Label, der sich manchmal musikalisch gekonnt zwischen Electro, Ambient und Industrial hin und her bewegt. Bisweilen schießt er aber ebenso oft gehörig über das Ziel hinaus und ignoriert deutlich das allgemein anerkannte Hörbarkeitskriterium.