Wahrscheinlich liegt man nicht so falsch wenn Chumbawamba irgendwann in der Rückschau als One-Hit-Wonder auftauchen, denn "Tubthumping" war 1997 mehr als nur ein Underground-Hit und weitere Details stoßen in diesem Geltungsbereich ja allgemeinhin auf Desinteresse.

Dabei hatten die linksradikalen Agitationspopper von Chumbawamba durchaus eine Vorgeschichte in der britischen Independent-Szene und galten als überaus politische Band. Da mir aber Chumbawamba samt "Tubthumping" nach all den Jahren immernoch zum Hals raushängt, muß ein Hinweis auf die unten angegeben Empfehlungen ausreichen.


[PoprockUnion 04/2001]

Bandmitglieder: Danbert Nobacon (vocals), Alice Nutter (vocals), Boff (guitar), Paul Greco (bass), Jude Abbott (trumpet), Dunstan Bruce (vocals, percussion), Harry Hamer (drums)
    
Musikstil: Indie-Rock

Vergleichbare Bands: REM
     

Ausgewählte Diskographie:

    Anarchy (LP, 1994)
    Swinging With Raymond (LP, 1996)
    Tubthumper (LP, 1997)
    WYSIWYG (LP, 2000)
    Readymades (LP, 2002)
     

Song-Empfehlungen:

    1. Enough is enough (mit Credit To The Nation)
    2. Timebomb
    3. Tubthumping
    4. Amnesia
    5. Top Of The World

  • Placebo

    Brian Molko, der Sänger der Band Placebo hat oft seltsame Haare, er schminkt sich, im Gesicht weiß, um die Augen schwarz, klaut angeblich auch heute noch gerne CDs, war lange Zeit verschiedensten Drogen verfallen, wäscht sich maximal einmal die Woche die Haare, nimmt einen Song auch schon mal nackt auf, nennt Rauchen, Kiffen, Star Trek und Bloody Marys seine Leidenschaft - als Kind ein Einzelgänger, hat er heute als Sänger einer so erfolgreichen Band das richtige Ventil für sein, nennen wir es mal künstlerisches Wesen gefunden.

     
  • The Cinematics

    Bekanntlich wird in Großbritannien gute Musik gemacht, quasi aus dem Nichts tauchen ständig neue Independent Bands auf und doch können sich nur ganz wenige auf Dauer etablieren. Das liegt zum einen an der allgemeinen Schnelllebigkeit von musikalischen Trends, zum anderen auch am beliebten " Bandwagon Effect ", welcher ebenfalls als Sargnagel jeglicher Trends verstanden werden muß. Gemünzt auf The Cinematics aus Schottland könnte man das eben beschriebene Szenario auch platter formulieren, indem man feststellt:

     
  • Bernhard Eder

    Singer-/Songwriter-Album, die zweite Rezension. Dieses Mal heißt der Künstler Bernhard Eder - den es aus Österreich momentan in die Musikmetropole Berlin verschlagen hat. Dort wurde auch der größte Teil von "The Livingroom Sessions" eingespielt. Bekannt wurde Bernhard Eder mit seiner Band [wa:rum], einer festen Größe in der österreichischen Indieszene.