Das Niemandsland zwischen Rock und Pop beackerte gegen Ende der 80er Jahre auch die schottische Formation Deacon Blue. Künstlerisch wertvoll, durchweg bodenständig und mit einigen beachtlichen Charterfolgen im Gepäck, machten sie sich Anfang der 90er Jahre auf den Weg irgendwohin. Unter anderem 1993 mit den Produzenten Steve Osborne und Paul Oakenfold in Richtung Gitarren-Rave, was nicht unbedingt zur Band passte und auch nicht zur Glaubwürdigkeit beitrug.


[PoprockUnion 04/2004]

Banditglieder: Ricky Ross (vocals), Lorraine McIntosh (vocals), Graeme Kelling † (guitar), James Prime (keyboard), Ewan Vernal (bass, keyboard), Douglas Vipond (drums)

Musikstil: Folk-Rock, Gitarrenpop
     
Vergleichbare Bands: The Waterboys, Prefab Sprout, Aztec Camera, Fairground Attraction, The Levellers, Goodbye Mr. Mackenzie
     

Ausgewählte Diskographie:

    Raintown (LP, 1987)
    When The World Knows Your Name (LP, 1989)
    Fellow Hoodlums (LP, 1991)
    Whatever You Say, Say Nothing (LP, 1993)
    Walking Back Home (LP, 1999)
     

Song-Empfehlungen:

    1. Real Gone Kid
    2. Circus Lights
    3. Wages Day
    4. Fergus Sings the Blues
    5. Dignity
    6. Loaded
    7. I Was Right And You Were Wrong
    8. Your Town

  • Lit

    1999 waren Lit in Amerika ziemlich angesagt und dieser Erfolg brachte sie mit einiger Verzögerung auch nach Deutschland. Lustige Videos mit Pamela Anderson und Dee Synder von Twisted Sister wurden gedreht und Lit hatten mit dem Poppunk-Album "A place in the sun" eben diesen für sich gepachtet. Und gepachtet trifft es dann auch ganz gut, denn danach ging es stetig abwärts, was in uns aber eine ähnliche Verwunderung auslöst wie der überraschende Erfolg von damals.

     
  • Audioslave

    Statistisch gesehen handelt es sich hierbei um drei Teile von "Rage Against The Machine", gepaart mit einem Teil von Soundgarden. Wer nun erwartet, daß die Musik ebenfalls im Verhältnis 3:1 zugunsten von Rage Against The Machine ausfällt, der dürfte vielleicht enttäuscht sein. Eindeutig 3:1 für Soundgarden bzw. Chris Cornell - und das Fleißkärtchen bekommt Rick Rubin, der durch seine Produktion mit Sicherheit zum Erfolg des Debüt-Albums beigetragen hat.

     
  • Helium

    Im Laufe der Zeit haben Helium ihre wütenden und progressiven Gitarrenausbrüche immer weiter zurückgefahren, wodurch mehr Raum für verspieltere Arrangements und eine reichhaltigere Instrumentierung geschaffen wurde. Diese Hinwendung zu eingängigeren und abwechslungsreicheren Songs wird besonders auf dem bislang letzten Album "The Magic City" (1997) deutlich. Danach wurden Helium erst einmal auf Eis gelegt, da sich Mary Timony ihrem eigenen Album widmete (The Golden Dove, 2002, ebenfalls auf Matador).