Wenn es für Synthi-Pop jemals ein Gütesiegel geben wird, dann sollten Depeche Mode hierfür Qualitätsmaßstab sein. Die Band aus der englischen Kleinstadt Basildon wurde 1981 mit eingängigen und leichtverdaulichen Popmelodien bekannt, die hauptsächlich der damalige Songwriter Vincent Clarke (The Assembly, Yazoo, Erasure) zu verantworten hatte.

Nach seinem Austritt noch im selben Jahr befürchtete man das Ende von Depeche Mode, aber der musikalisch zuvor weitgehend unterdrückte Martin Gore übernahm fortan die Rolle des Hauptkomponisten, was sich im nachhinein als glückliche Fügung herausstellen sollte. Denn nur durch seine Vielseitigkeit und die geschickte Vermarktung als Indie-Band konnten Depeche Mode im Verlauf der Jahre weitgehend den üblichen Abnutzungserscheinungen entrinnen.


[PoprockUnion 04/2000]

Bandmitglieder: Dave Gahan (vocals), Martin Gore (synthesizer, vocals), Andy Fletcher (synthesizer), Alan Wilder (synthesizer)
    
Musikstil: Synthie-Pop, New Romantic, Dark Wave
    
Vergleichbare Bands: Blancmange, O.M.D., Erasure, Fad Gadget, Mesh, Camouflage, Gary Numan, The Human League
    

Ausgewählte Diskographie:

    Speak & Spell (LP, 1981)
    A Broken Frame (LP, 1982)
    Construction Time Again (LP, 1983)
    Some Great Reward (LP, 1984)
    Black Celebration (LP, 1986)
    Music For The Masses (LP, 1987)
    Violator (LP, 1990)
     

Song-Empfehlungen:

    1. Shake The Disease
    2. Enjoy The Silence
    3. A Question Of Time
    4. Get The Balance Right
    5. Strangelove
    6. People Are People
    7. Master And Servant
    8. Personal Jesus
    9. But Not Tonight
    10. Wrong

  • Duels

    Die Duels sind eine Band aus dem englischen Leeds und wenn wir nicht gleichzeitig den Campsite-Review ins Netz stellen würden, dann würden wir ganz offen sagen, daß die Duels sich auf ihrem Debütalbum oft an den Killers orientieren (Once In The Night, Brothers & Sisters, Things, Potential Futures). Da wir aber auch Meister der unterschwelligen Kritik sind und Tom, wohlgemerkt ein großer Fan dieser Platte, uns freundlicherweise die CD zur Verfügung gestellt hat, müssen wir andere Worte für das Debut "The Bright Lights & What I Should Have Learned" finden.

     
  • Chumbawamba

    Wahrscheinlich liegt man nicht so falsch wenn Chumbawamba irgendwann in der Rückschau als One-Hit-Wonder auftauchen, denn "Tubthumping" war 1997 mehr als nur ein Underground-Hit und weitere Details stoßen in diesem Geltungsbereich ja allgemeinhin auf Desinteresse.

     
  • Aphex Twin

    Aphex Twin, eigentlich nur ein DJ aus dem englischen Cornwall, der mit bürgerlichem Namen Richard D. James heißt. Da dies aber nicht sonderlich spektakulär klingt, bleiben wir lieber bei Aphex Twin (oder AFX), dem durchgeknallten Elektronik-Soundtüftler auf dem englischen Warp-Label, der sich manchmal musikalisch gekonnt zwischen Electro, Ambient und Industrial hin und her bewegt. Bisweilen schießt er aber ebenso oft gehörig über das Ziel hinaus und ignoriert deutlich das allgemein anerkannte Hörbarkeitskriterium.