Die Ärzte aus Berlin sind die selbsternannte beste Band der Welt. Auch wenn das natürlich eine ironische Überhöhung ist, so wissen sie doch wie man es schafft dauerhaft im Gespräch zu bleiben und wie man gute, abwechslungsreiche Single-Auskopplungen mit genügend Erfolgspotential vornimmt.


[PoprockUnion 04/2002]

Mitglieder: Farin Urlaub (vocals, guitar), Bela B. (drums, vocals), Rodrigo Gonzales (bass)

Musikstil: Pop-Punk

Vergleichbare Bands: Beatsteaks, Carter USM, Die Toten Hosen, Sportfreunde Stiller
     

Ausgewählte Diskographie:

    Debil (LP, 1984)
    Im Schatten der Ärzte (LP, 1986)
    Die Ärzte (LP, 1986)
    Das ist nicht die ganze Wahrheit (LP, 1988)
    Die Bestie in Menschengestalt (LP, 1993)
    Planet Punk (LP, 1995)
    13 (LP, 1998)
     

Song-Empfehlungen:

    1. Zu spät
    2. Radio brennt
    3. Unrockbar
    4. Schrei nach Liebe
    5. Schunder-Song
    6. Westerland
    7. Junge
    8. Bitte Bitte
    9. Elke
    10. Hurra

  • Mew

    Mew aus Dänemark hatten schon mehrere Alben aufgenommen, bevor sie im Jahre 2003 mit ihrem Album Frengers einen etwas härteren Sound anschlugen. Zuvor gerieten alle ihre Songs für meinen Geschmack etwas zu seicht, kitschig bzw. auch schwülstig, zumal die Stimme von Sänger (!) Jonas Bjerre keinerlei Anzeichen von überstandenem Stimmbruch aufzeigt. Gut, stimmlich hat sich zwar auch auf Frengers nicht viel getan, aber der Gitarren-Sound wurde insgesamt etwas härter und die Rhythmen sperriger.

     
  • Inspiral Carpets

    Eine der wenigen Bands die auch nach dem Madchester-Rave-Hype noch zahlreiche Hitsingles in den britischen Charts plazieren konnte. Warum? Natürlich weil die Inspiral Carpets durch Clint Boon einen unverwechselbaren Orgelsound hatten (60s-Farfisa-Garage-Rock, oder kurz Schweineorgel), durch düster-melancholische Singles rechtzeitig der Tanzfläche den Rücken kehrten, eine Menge "Cool as fuck!"-Shirts verkauften und später auch vor eingängigen Pophymnen nicht zurückschreckten.

     
  • Vaccine

    Die Band Vaccine aus München hat gegenüber anderen Newcomern einen großen Vorteil: Sie wirken nicht wie Anfänger, sondern vermitteln zu jeder Zeit und in allen Facetten ihres Tuns ein durchdachtes Konzept. Von der professionellen Technik und Gestaltung der bandeigenen Webseiten, über Video-Teaser, Aufkleber, Pressefotos, bis hin zu einer festen Vorstellung von Corporate Design reicht die Band-Identität. Zwar ist die selbstproduzierte EP "We're Going Places" ihre erste richtige Veröffentlichung, aber die Band konnte 2006 immerhin schon den "Stadt-Land-Rock" Wettbewerb des Tollwood und der Süddeutschen Zeitung gewinnen.