Musik Reviews

Hier findet man alle unsere Album-Kritiken und Band-Reviews in seltsamer bzw. willkürlicher Reihenfolge. Der Genre-Mix umfaßt dabei Independent, New Wave, Britpop, C86, Postpunk, Shoegazer, Madchester Rave, Gothic Rock, aber auch noch andere Stile und uralte Rezensionen, die heute nicht mehr ganz in unser Konzept passen.
 

Kitchens Of Distinction

Man hat es ja immer geahnt, ohne den nötigen Zeitgeist-Weitblick läuft der ambitionierte Musiker ja regelmäßig Chartplatzierungen und Kritikerlob aussichtslos hinterher. Ein Paradebeispiel dafür sind sicherlich die hervorragenden Kitchens of Distinction (1988-1994), die wie wir heute wissen entweder 10 Jahre zu spät bzw. 10 Jahre zu früh kamen. Verträumt-sphärischer Gitarrenpop aus England, mit viel Hall und schwirrenden Gitarrenwänden, der eigentlich mit den Jahren immer besser wurde.

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Longpigs

Ihr Debut „The sun is often out“ ist ein tolles, dynamisches Album. Mit geschickten Breaks, rohen Gitarren und emotionalem Gesangsstil geben die Longpigs ihren Songs die nötige Spannung und Energie. Durch die vielen Single-Auskopplungen (sowie solch tollen B-Seiten wie Whiteness, Sweetness) ist hier aber schon der Höhepunkt des Schaffens erreicht worden.

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Oasis

Wie kann man Oasis nicht für die beste Band der Welt halten, fragen die Fans. Wie kann man nur so arrogant sein, fragen die anderen. Ja, Oasis sind arrogant, geben Konzerte, bei denen man von vornherein weiß, dass sie schlecht sein werden und nur hoffen kann, dass Sänger Liam das Konzert nicht auch noch vorzeitig abbricht. Aber, verdammt, sie haben diese zwei ersten Alben – „Definitely Maybe“ und „(What’s The Story) Morning Glory“ – vollbracht, möchte man sagen. Und damit sind sie in die Musikgeschichte eingegangen. Die meisten B-Seiten aus dieser Zeit sind um Längen besser, als vieles, was auf den letzten vier Alben gelandet ist (z. B. Talk Tonight,

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Sten Fisher

Sten Fisher

Wie es sich für jeden ernsthaften und hingebungsvollen Singer/Songwriter gehört, steht auch auf dem Debütalbum „Simple Things“ von Sten Fisher der unsichtbare Aufdruck: Aufmerksames Zuhören erwünscht! Der Liedermacher-Fan, der weiß das und folgt dem Hinweis ohnehin. Liebhaber anderer musikalischer Stilrichtungen haben da aber mitunter schon größere Konzentrationsprobleme und Aufmerksamkeitsdefizite zu bewältigen.

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The Rifles

Wer wurde eigentlich zuletzt als die neuen Jam bezeichnet? Ich glaube mich zu errinnern, daß es The Ordinary Boys waren, oder doch The Dead 60s , vielleicht sogar The Paddingtons ? Nein, die Paddingtons waren ja eher die neuen Buzzcocks und dann wurden für einen Moment ja sogar noch The Kooks als Jam -Nachfolger gehandelt.

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Dover

Der Name klingt nach einer Band aus dem Vereinten Königreich, so wie Kent beispielsweise, aber bei genauerem Hinhören kommt einem der Akzent der Sängerin irgendwie spanisch vor. Und tatsächlich, Dover sind Spanier, wurden 1992 gegründet, singen zumeist auf Englisch und können glücklicherweise nicht mit den Heroes del Silencio verglichen werden.

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Adorable

Hier ein typischer Fall von ungünstigem Timing und unglücklichen Umständen. Von der englischen Presse entweder gehasst oder ignoriert, von Creation Records wegen Erfolglosigkeit hinausgeworfen und danach kein neues Plattenlabel mehr gefunden. So, oder ähnlich läßt sich die Bandgeschichte von Adorable knapp zusammenfassen.

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Astrid

Astrid hieß die Freundin des fünften Beatle „Stuart Sutcliffe“ und dies war wohl Grund genug für die schottische Band Astrid eben diesen Namen als Bandbezeichnung auszuwählen. Selbstverständlich eine dumme Idee, denn niemand denkt bei Astrid an schönen Indie-Pop, zumal im Vereinten Königreich auch noch eine Sängerin mit diesem Namen herumgeistert. Falls diese im Oktober 2004 noch aktiv sein sollte, dann hat der klügere und bessere Act nachgegeben…

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Beatsteaks

Melodischer Punkrock aus Deutschland mit Ambitionen. Ambitionen deshalb, weil sich die Beatsteaks ständig weiterentwickeln, auch wenn es die Fans der ersten Stunden verprellen könnte. Aber auch „The Clash“ haben damals unpopuläre Entscheidungen getroffen und damit an Originalität gewonnen. Nein, natürlich darf man die Beatsteaks nicht in einem Atemzug mit Clash nennen…

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Caesars (Palace)

Hier mal wieder ein fulminanter Vertreter der Schwedenrock-Fraktion. Im Stil einer gut kalkulierten Auftragsarbeit durchspülen die Caesars gekonnt die ausgetrockneten Ohren in aller Welt. Auf dem Plan steht dabei ein leicht psychedelischer 60s-Garagen-Rock mit der obligatorischen Schweineorgel. Wer jetzt ein paar gezielt gesetzte Farbtupfer erwartet, wird mit Action Painting überrascht. Hier wird man mit potentiellen Singles und Hitideen zugekleistert, was die Werkschau „39 Minutes Of Bliss (In An Otherwise Meaningless World)“ (2003) für alle neuen Fans und Nicht-Schweden wunderbar dokumentiert.

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