Musik Reviews

Hier findet man alle unsere Album-Kritiken und Band-Reviews in seltsamer bzw. willkürlicher Reihenfolge. Der Genre-Mix umfaßt dabei Independent, New Wave, Britpop, C86, Postpunk, Shoegazer, Madchester Rave, Gothic Rock, aber auch noch andere Stile und uralte Rezensionen, die heute nicht mehr ganz in unser Konzept passen.
 

Athlete

Mit ihrem Debüt-Album „Vehicles & Animals“ hat die Londoner Band Athlete direkt einen zeitlosen Britpop-Klassiker abgeliefert. Das ist aber nicht ganz so positiv wie es klingt, denn seit 1997 wissen wir ja, daß Britpop keineswegs zeitlos ist. Es bleibt also manchmal ein etwas fader Beigeschmack bei diesem altem Wein in neuen Schläuchen. Oder anders formuliert, zu wenig Flaming Lips und Beta Band hier, zuviel Space und Eskobar dort.

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Beat The Waves

Beat The Waves - Bandfoto von Carina SchlüterBeat The Waves – Bandfoto von Carina Schlüter

Die Band Beat The Waves wurde im Jahre 2001 von Sänger und Songwriter Marcel Sachsenröder ins Leben gerufen. Im Herbst 2007 bringen die drei Jungs aus Wuppertal nun ihr Debütalbum über Def-Riff/Soulfood in die Läden. Das Album heißt „Kids On The Street“ und versammelt 14 Songs die zwischen 2003 und 2007 geschrieben wurden. Jetzt könnte man wunderbar sagen, daß sich das Songwriting über die Jahre verändert hat, der Stil ausgefeilter wurde, Prioritäten und Vorlieben sich gewandelt haben usw. Allerdings scheint Abwechslung und Vielfalt bei Beat The Waves ohnehin zum festen Programm zu gehören, also lassen wir das…

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Cairo

Cairo - Bandfoto

Die Band Cairo wurde 2005 von den beiden Bassisten Thomas Thiel und Michael Wright gegründet – letzterer stammt ursprünglich aus Seattle. Verstärkt wird die Münchner Band durch den Schlagzeuger Martin Dorfner und die Sängerin Nina Kuhlig. Jetzt, im Herbst 2007, haben Cairo ihr Debütalbum „The Armies Of Compassion“ veröffentlicht, ein Kraftakt mit insgesamt 18 Songs. Dementsprechend vielseitig und vielschichtig sollte es dann natürlich auch zur Sache gehen und das tut es auch. Desöfteren wird die Bassisten-, Gitarristen- und Songwriter-Rolle gewechselt und auch bei den Gesangsparts verhält es sich ähnlich. Eine exakte Einordnung fällt deshalb nicht gerade leicht.

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Del Amitri

Del Amitri aus Schottland machen einen feinsinnigen, aber gänzlich zeitlosen Folkrock, was im Umkehrschluß dann auch bedeutet, daß sie niemals modern und weit bekannt sein werden. In Schottland sind sie aber immerhin so bekannt, daß Del Amitri 1998 den offiziellen Song „Don’t come home to soon“ der schottischen Fußballnationalmannschaft für die WM in Frankreich singen durften. Der Song „Tell her This“ schaffte es sogar in eine Folge der amerikanischen Fernsehserie „Scrubs“. Ansonsten dürfte wohl „Nothing Ever Happens“ aus dem Jahre 1990 der größte Hit für Del Amitri gewesen sein.

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Einstürzende Neubauten

Daraus werde ich nicht richtig schlau, machten die Einstürzenden Neubauten ursprünglich eher Lärm unter dem Deckmantel der Kunst oder vielleicht doch eher Kunst unter dem Deckmantel des Lärms? Jedenfalls sind die Einstürzenden Neubauten im Verlauf ihrer Karriere soweit gekommen, daß die bloßen Geräusche von damals mittlerweile zu Beiwerk in konventionelleren Songstrukturen geworden sind.

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Filmpalast

Der Filmpalast alias Dirk Schilling kommt aus Köln. Auf dem jetzt veröffentlichten Akustik-Album “ Birth Of The Perfectly Known Stranger “ zelebriert Filmpalast in charmanter Reduziertheit die Wonnen der Melancholie. Ob diese Platte jedoch die richtige Medizin für einsame Stunden, graue Herbsttage und den täglichen Blues ist, das sollte vielleicht jeder besser selbst entscheiden. Dieses Singer/Songwriter-Album besticht durch schlichtes, filigranes Gitarren-Handwerk und stimmliche Wärme.

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Goodbye Mr. Mackenzie

In den späten 80er Jahren kannte man Goodbye Mr. Mackenzie weil sie kurzfristig als die große schottische Gitarrenpop-Hoffnung gefeiert wurden und mit „The Rattler“, „Face to Face“ zwei achtbare Indie-Hits hatten. Mitte der 90er Jahre kannte man Goodbye Mr. Mackenzie nur noch weil deren Sängerin Shirley Manson jetzt mit der Band Garbage großen Erfolg hatte.

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Interpol

Post-Punk bzw. New Wave der frühen 80er Jahre, gepaart mit den heutigen technischen Möglichkeiten. Interpol aus New York klingen düster und atmosphärisch dicht, aber ohne dabei einen nichtsagenden Soundbrei entstehen zu lassen. Jedem einzelnen Instrument wird die nötige Aufmerksamkeit geschenkt – ein dominanter Part, ein gezieltes Break, eine eigene Ebene. Es entsteht das Gefühl als wollten sich geniale Musiker gegenseitig an die Wand spielen, ohne das es dem einzelnen jemals gelingen könnte.

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Kreidler

Kreidler kommen aus Düsseldorf und wer jetzt Kraftwerk sagt, der muß auch Coldness im Sunroof-Mix sagen. Allerdings führen Daniel Miller und Frank Tovey (1.Mute, 2.Fad Gadget) einen hier ein wenig in die Richtung Synthie-Pop und damit in die Irre. Kreidler sind vielmehr künstlerisches Elekronik-Gefummel, ruhig kreisende Melodiebögen, Neoklassik im elektronischen Sinn, ohne großartige Dancefloor-Ambitionen.

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Lucky Fish

Lucky Fish

Man kennt sie ja und mag sie, die freundlichen Abijahrgang-Schülerbands von nebenan, die stundenlang über ihre neuesten Coversongs reden können oder darüber, daß sie auch schon ein paar eigene Songs geschrieben haben und im Moment eine Indie-Plattenfirma suchen. Wir, die Alten, Desillusionierten, Allesschonmaldagewesenen sind jedoch nur noch selten bereit, diesen Milchbartträgern ein echtes Lächeln zu schenken.

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