Electronic Body Music (EBM)

EBM steht für Electronic Body Music, eine Musikrichtung bzw. ein Musikstil der sich gegen Ende der 80er-Jahre in Belgien etablierte und danach auch schnell in Deutschland populär wurde. Der harte und industriell-stampfende EBM-Sound bezog seine Inspiration vor allem aus den Musikrichtungen Industrial, Minimal Synth und Electropunk aus den frühen 80er-Jahren. Bands wie DAF, Die Krupps aus Deutschland, Throbbing Gristle, Cabaret Voltaire, Fad Gadget aus England und Front 242 aus Belgien gelten als Vorreiter. Die Bezeichnung EBM (Electronic Body Music) kann auf DAF und Front 242 zurückgeführt werden. DAF benutzten bereits in Interviews aus dem Jahre 1980 den Begriff der "Körpermusik" und Front 242 hatten auf dem Innencover ihrer 1984 erschienenen Mini-LP "No Comment" folgenden Kommentar abgedruckt: „Electronic Body Music composed and produced on eight tracks by Front 242“.
  • Inspiral Carpets

    Eine der wenigen Bands die auch nach dem Madchester-Rave-Hype noch zahlreiche Hitsingles in den britischen Charts plazieren konnte. Warum? Natürlich weil die Inspiral Carpets durch Clint Boon einen unverwechselbaren Orgelsound hatten (60s-Farfisa-Garage-Rock, oder kurz Schweineorgel), durch düster-melancholische Singles rechtzeitig der Tanzfläche den Rücken kehrten, eine Menge "Cool as fuck!"-Shirts verkauften und später auch vor eingängigen Pophymnen nicht zurückschreckten.

     
  • Art Brut

    1992 war ein gutes Jahr, da gab es so witzige Songs wie "Where's me jumper" von den Sultans Of Ping FC und auch eine seltsame 2-Mann-Gitarren-Drumcomputer-Band wie Carter USM war extrem erfolgreich. Die Geschichte lehrt uns aber, daß solche exzentrischen Kunstprodukte im Allgemeinen nicht sehr langlebig sind.

     
  • I Am Kloot

    I Am Kloot kommen aus England und sind eher was für ruhige und dunkle Stunden. Dies beweisen sie auch auf ihrem dritten Album "Gods and Monsters", bei dem die Instrumentierung zwar etwas üppiger und abwechslungsreicher ausgefallen ist als bei den Vorgängern, dennoch findet man weiterhin keine potentiellen Sommerhits oder gar einen Indie-Club-Knaller. Konsequent! Zeitloser melancholischer Gitarrenpop, den man aber tunlichst im Herbst/Winter veröffentlichen sollte.