Hier findet man alle unsere Album-Kritiken und Band-Reviews in seltsamer bzw. willkürlicher Reihenfolge. Der Genre-Mix umfaßt dabei Independent, New Wave, Britpop, C86, Postpunk, Shoegazer, Madchester Rave, Gothic Rock, aber auch noch andere Stile die heute nicht mehr ganz in unser Konzept passen.

 

Melodiöser englischer Punk-Pop aus der Zeit, als der Britpop gerade feierlich beerdigt wurde. Neben vielen anderen prominenten Opfern war dies wohl auch der Sargnagel für Bennet.

Bernard Butler war einmal der musikalische Kopf der Band Suede, bis er sich mit Sänger Brett Anderson überwirft und daraufhin die Band verläßt. Bevor er aber ganz und gar alleine weitermachte, raufte er sich zwischenzeitlich noch mit dem Sänger David McAlmont zusammen. Aber nach zwei achtbaren Singles als McAlmont & Butler waren die beiden auch schon wieder achtbare Singles.

Bernhard Eder - Pressefoto

Singer-/Songwriter-Album, die zweite Rezension. Dieses Mal heißt der Künstler Bernhard Eder - den es aus Österreich momentan in die Musikmetropole Berlin verschlagen hat. Dort wurde auch der größte Teil von "The Livingroom Sessions" eingespielt. Bekannt wurde Bernhard Eder mit seiner Band [wa:rum], einer festen Größe in der österreichischen Indieszene.

In einer gerechten Welt hätten die großartigen Musiker von Big Country mehr Anerkennung für ihre Musik bekommen. Aber was soll man sich beklagen, denn es gibt ja tausende von guten Bands die noch viel schlechter dran sind. Manche hatten nie einen Charterfolg und eine wachsende Anzahl wird niemals einen Charterfolg haben, bei dem sich exponentiell vermehrenden Dreck der allerorts aus den Lautsprechern quillt. Vielleicht führt das jetzt auch zu weit, denn man kann ja auch einfach von Big Country sehr günstig "The Crossing" (1983) oder auch "Steeltown" (1984) erwerben. Danach sieht man klarer.

Singer-/Songwriter Steven William Bragg ist ein Held der Arbeiterklasse. Ausgerüstet nur mit seiner Stimme und einer E-Gitarre machte er sich anfangs der 80er Jahre in Großbritannien einen Namen als klassischer Protestsänger. In Deutschland wurde Billy Bragg 1986 mit seinem Titel "A New England" bekannt, der in seinem Heimatland in der Interpretation von Kirsty MacColl sogar eine Top-Ten-Plazierung erreichte.

Mit seinen Happy Mondays war Shaun Ryder das Aushängeschild des Madchester-Rave. Im Jahre 1995 mußten dann scheinbar die Stimmbänder geölt und die Kreditlinien verlängert werden, so daß Shaun die Band Black Grape ins Leben rief. Im Schlepptau auch dieses Mal mit dabei, Partykanone "Bez" der sagenumwobene Vortänzer der Mondays.

Bei Blancmange ging es um Electro-Pop der anspruchsvolleren Sorte, sofern man in diesem Genre gewisse Trends voneinander abgrenzen möchte. So konnten Blancmange teilweise einen kühlen und dunkleren Sound erfolgreich in den Charts plazieren, der aber niemals mit so großen Überraschungen und völlig neuen Klangexperimenten aufwarten konnte wie beispielsweise der von Fad Gadget oder Depeche Mode.

Die US-Band Blondie, benannt nach ihrer superblonden Sängerin, zählt zu den wichtigsten Vertretern der US-New Wave-Bewegung, obwohl sie ihre größten Erfolge hauptsächlich in England bzw. Europa feiern konnte. Innerhalb ihrer aktiven Zeit von 4 Jahren (1978-1982), hatten Blondie dauerhaften Chart-Erfolg, und zahlreiche Top-Ten-Hits. Darunter so tolle Singles wie Denis, Hanging on the telephone, Heart of glass, Sunday girl, Atomic, Call me, The tide is high und Rapture.

Aus abgeworbenen Ants und der Sängerin Annabella Luwin stellte Malcolm McLaren zu Anfang der 80er Jahre die Postpunk-/New Wave-Band Bow Wow Wow zusammen. Wahrscheinlich ist es auch den PR-Strategien McLarens zu verdanken, daß der Band überhaupt Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Denn bis auf die teilweise treibenden Rhythmen war das musikalische Konzept eher dünn.

Cabaret Voltaire aus Sheffield gehören zu der schwer zugänglichen Avantgarde des 80er Synthie-Pops. Mit Tonbandgeräten und allen erdenklichen elektronischen Klangerzeugern versuchten sie damals althergebrachte Hörgewohnheiten zu verändern. Natürlich waren Cabaret Voltaire mit dieser Herangehensweise zu jener Zeit nicht mit dem vorherrschenden Massengeschmack vereinbar.

  • Nada Surf

    Als Musik-Junkie wird man ja oft gefragt, ob Platte X von Band Y wirklich so gut ist wie alle sagen (und ich warte schon jetzt auf den Tag, an dem ich diesen Artikel ändern muß, weil gerade eine Band namens Y die Platte X veröffentlicht hat). Meistens ist die befragte Platte ja auch irgendwie gut, da man sich als Indie-Fan ja am liebsten in einem relativ geschmacksicheren Umfeld bewegt, der Zeitgeist das Übrige tut und man sich von Ignoranten schon mal gar kein Gespräch aufzwingen läßt. Aber ich schweife ab.

     
  • Bad Religion

    Ich vertrete ja die Meinung, daß jeder richtige Rockfan mit Punkverbundenheit ein Bad Religion-Album in seinen Regalen stehen haben sollte. Ich persönlich besitze die "No Control" aus dem Jahre 1989, 15 Lieder in ca. 25 Minuten. Insgesamt eine runde Sache. Der Streit geht aber spätestens dann los, wenn mich jemand fragt, warum ich nicht noch günstig drei oder vier Machwerke von Bad Religion dazu erwerbe?

     
  • Kat Frankie

    Die australische Singer/Songwriterin Kat Frankie folgte 2004 dem Ruf der aufstrebenden Berliner Neo-Folkszene. Von dort aus, d.h. vom Label Solaris Empire , kommt nun ihr Debütalbum " Pocketknife " in die deutschen Läden, welches Kat Frankie mit dem Produzenten und Schlagzeuger Simon Ayton (LUG, Phirefones) aufgenommen hat. Dankenswerterweise muß man an dieser Stelle vielleicht sagen, denn durch seinen Einsatz bei der Rhythmussektion und der Mellotron-Bedienung, distanziert sich dieses Album sehr erfreulich von Lagerfeuerromantik und bloßem akustischen Geklampfe.