New Wave

New Wave ist eine Musikrichtung der späten 70er bzw. frühen 80er Jahre. No/New Wave entstand etwa zeitgleich in England und New York als eine neue Musik- und Modeform. Die neue Musikrichtung war tanzbar und überdreht und wurde gerne in den angesagten Clubs gespielt. Der Rhythmus war nervös-zappelig, Punk- und Psychedelic-Einflüsse waren noch deutlich. Das Klangbild war aber auch durchzogen mit minimalistischen Synthesizer-Sounds in Kombination mit E-Gitarren. Damit steht New Wave in der Beschreibung dem Post-Punk relativ nah, allerdings halten wir den reinen Post-Punk für düster. New Wave ist eher bunt und schräg und beinhaltet Bands wie die frühen B52's, Talking Heads, Blondie, The Cars und vor allem Devo. Trotzdem geben wir zu, daß unsere Differenzierung zwischen New Wave und Post-Punk sich nicht allgemein durchgesetzt hat.
  • Decoration

    Schimmernde Schrammelgitarren und bisweilen auch die typische David Gedge-Intonation machten Decoration zu einer Lieblingsband des mittlerweile verstorbenen BBC-Kult-DJs John Peel. Damals noch gänzlich ohne Plattenvertrag dürfen jetzt, im Januar 2006, auch die deutschen C86 und Wedding Present-Fans am Debüt-Album "Don't disappoint me now" ihre helle Freude haben. Produziert wurde dieses tolle Album von Pat Collier (House Of Love, Adorable, New Model Army, Kingmaker). Auf eine sehr angenehme Art wird man an die Zeiten von Creation und Sarah Records erinnert.

     
  • Aqualung

    Aqualung, deren einziges permanentes Mitglied Matt Hales ist, wurde in England praktisch über Nacht mit dem Song "Strange & Beautiful" bekannt. Dieser untermalte einen VW-Werbespot und erreichte Platz 5 in den UK-Charts. Mittlerweile hat Matt Hales sogar schon zwei schöne Alben veröffentlicht, aber für den endgültigen Durchbruch sollte der studierte Musiker sein Talent und Können noch mit ein wenig mehr Originalität aufwerten.

     
  • JJ72

    Zwischen schwülstig und düster-dramatisch pendeln JJ72 , ohne dabei mit ausreichendem Rock-Bombast zu geizen. Guter Indie-Rock, allerdings werden sich die Geister sowieso an der Stimme Mark Greaneys scheiden, denn die ist mit ihrem ständigen Falsetto zwar sehr markant, aber nicht unbedingt für den Dauerkonsum geschaffen. Dennoch wurden JJ72 auf der Insel schon mit der Veröffentlichung ihres Debut-Albums (2000) zu Superstars, aber das ist dort ja auch so üblich.