New Wave

New Wave ist eine Musikrichtung der späten 70er bzw. frühen 80er Jahre. No/New Wave entstand etwa zeitgleich in England und New York als eine neue Musik- und Modeform. Die neue Musikrichtung war tanzbar und überdreht und wurde gerne in den angesagten Clubs gespielt. Der Rhythmus war nervös-zappelig, Punk- und Psychedelic-Einflüsse waren noch deutlich. Das Klangbild war aber auch durchzogen mit minimalistischen Synthesizer-Sounds in Kombination mit E-Gitarren. Damit steht New Wave in der Beschreibung dem Post-Punk relativ nah, allerdings halten wir den reinen Post-Punk für düster. New Wave ist eher bunt und schräg und beinhaltet Bands wie die frühen B52's, Talking Heads, Blondie, The Cars und vor allem Devo. Trotzdem geben wir zu, daß unsere Differenzierung zwischen New Wave und Post-Punk sich nicht allgemein durchgesetzt hat.
  • Grandaddy

    Für Menschen, die sich der Meinung anschließen können, daß aus Amerika generell mehr blutleerer musikalischer Müll zu uns herüberkommt als aus England, sind Grandaddy der Lichtblick schlechthin. Grandaddy sind fünf, zumeist bärtige, Spacken aus Modesto, Kalifornien, die eingängige Popsongs mit Lo-Fi-Charme und Experimentierfreude jederzeit zu einem verschrobenen Gesamtkunstwerk auftürmen können. Dies gelingt ihnen dann auch in genialer Weise auf dem Meisterwerk "The Sophtware Slump" aus dem Jahre 2000.

     
  • Gorky's Zygotic Mynci

    Ruhig und mit eher besinnlichen Tönen bewegen sich die Waliser von Gorky's Zygotic Mynci seit Jahren fernab der großen Verkaufszahlen und des jeweiligen Zeitgeistes. Dies begann mit seltsamer mittlelalterlicher Kleidung, mit Gesang auf Walisisch und psychedelischen Soundeskapaden. Insgesamt sind GZM aber durchaus stilsicher, denn mit dem Blick für kleinste Details machen sie so konsequent nicht von sich reden, ähnlich wie Belle & Sebastian. Im Jahr 2006 hat die Band einvernehmlich beschlossen, von nun an getrennte Wege zu gehen.

     
  • Echoboy

    Echoboy bzw. Richard Warren ist einer dieser britischen Synthesizer-Fummler. Erfreulicherweise beschränkt er sich aber in seinen Songs nicht ausschließlich auf wilde Elektronik-Klang-Kaskaden, sondern läßt durchaus seine Rock-Vergangenheit durchscheinen. Dies bedeutet nun aber nicht, daß man jetzt einen homogenen Echoboy-Stil irgendwo heraushören kann. Vielmehr schickt Echoboy seine Hörer durch ein gehöriges Wechselbad der Gefühle, was bestimmt nicht jedermanns Sache ist und wohl auch nicht sein soll. Wenn man also Gefallen an diesem oder jenem Echoboy-Song findet, dann heißt das noch lange nichts...